Schulbetrieb: Sachsen-Anhalt regelt diesen bis zu den Sommerferien

Nach dem Beschluss der 6. Eindämmungsverordnung durch die Landesregierung ergeben sich für die Schulen weitere Veränderungen, die voraussichtlich bis zum Ende des Schuljahres gelten werden. Ein
entsprechender Erlass wurde am Freitag an die Schulen in Sachsen-Anhalt
versandt.

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Grundschulen

Die Grundschulen starten am 02. Juni nach den Pfingstferien in einem
Wechselmodell zwischen Präsenz- und Fernunterricht. Die Schulen haben
dann ab dem 08. Juni die Möglichkeit, zu einem eingeschränkten
Regelbetrieb zurückzukehren und dauerhaft alle Schülerinnen und Schüler
in den Schulen zu unterrichten. Abweichungen vom Mindestabstandsgebot
sind zulässig, soweit dies für die Unterrichtsorganisation unvermeidbar ist.
Die Klassen werden in festen Gruppen mit konkreten Ansprechpartnern
unterrichtet. Ein Zusammentreffen der Gruppen ist zu vermeiden. Das gilt
auch für die Unterrichtspausen, sowie nach Möglichkeit für die Zeit vor und
nach dem Präsenzunterricht.

Spätestens ab dem 15. Juni soll dieser Prozess an allen Grundschulen in
Sachsen-Anhalt abgeschlossen sein. „Auch, wenn alle Kinder wieder in die
Grundschulen zurückkehren können, wird das noch kein ganz regulärer
Betrieb sein. Gleichzeitig sind die Hygiene- und
Infektionsschutzmaßnahmen weiter von zentraler Bedeutung“, erklärte der
Bildungsminister.

Weiterführenden Schulen

Alle weiterführenden Schulen starten am 02. Juni ebenfalls mit dem vor
den Pfingstferien verabredeten Wechselmodell. Zwischen dem 08. und 15.
Juni werden die Schulen zu einer einfachen Teilung der Gruppen
übergehen. „Der Unterricht erfolgt im regelhaften Wechselmodell und soll
eine möglichst hohe Präsenz der Schülerinnen und Schüler in den Schulen
ermöglichen“, so Tullner. Eltern, die Bedenken wegen des Infektionsgeschehens haben, können eine Beschulung ihrer Kinder im Fernunterricht beantragen. Der Antrag erfolgt durch eine begründete Erklärung gegenüber der Schule und kann jederzeit von den Eltern widerrufen werden. Die Schülerinnen und Schüler werden mit Unterrichtsmaterialien versorgt und in die pädagogischen Angebote eingebunden.

Der Bildungsminister kündigte an, nach den Pfingstferien die Erfahrungen mit freiwilligen Lernangeboten überprüfen zu wollen. „Wir werden diese Erfahrungen nun intensiv auswerten und mit den Schulen besprechen, ob und wie eine Wiederholung dieser Angebote in den Sommerferien möglich sein kann.“

Der Schulbetrieb wird auch in den kommenden Wochen noch maßgeblich durch die Infektionsschutzmaßnahmen geprägt sein. „Der Gesundheitsschutz steht nach wie vor an erster Stelle. Aber wir wollen die bestehenden Möglichkeiten nutzen, um unseren Schülerinnen und Schülern wieder einen möglichst regulären Schulbesuch zu ermöglichen“, erklärte Bildungsminister Tullner.

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