Dienstag, November 29, 2022

Sonntagsmusik: “Superstars” des 18. Jahrhunderts

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Mit „Signor Melante“ ist das 583. Konzert der Reihe „Sonntagsmusik“ im Gesellschaftshaus überschrieben. Am Sonntag, dem 6. November um 11 Uhr, musizieren im Schinkelsaal Leila Schoeneich (Blockflöte), Sabine Erdmann (Cembalo) und Magnus Andersson (Laute, Theorbe). Hinter dem „Signor Melante“ verbirgt sich nicht etwa ein bis dato unbekannter, barocker Meister, sondern Georg Philipp Telemann höchstpersönlich. Möglicherweise aus der Lust am Verwirrspiel gruppierte Telemann die Buchstaben seines Namens um und erzeugte so ein Pseudonym. Im Konzert „Signor Melante“ trifft Italianisierendes von Georg Philipp Telemann auf die Musik weiterer „Superstars“ des 18. Jahrhunderts, über welche die Musikwelt ganz Europas in Verzückung geriet. Die Concerti von Arcangelo Corelli läuteten die Vorherrschaft neuer musikalischer Gattungen ein und die Sonaten von Antonio Vivaldi erzielten bis dahin ungeahnte musikalische Effekte. Insbesondere die Musik Corellis inspirierte Telemann zu zahlreichen Kompositionen – ein Einfluss, der sich bis in Telemanns spätere Werke wie der berühmten Kammermusiksammlung Essercizii Musici durchzieht.

Leila Schoeneich und Sabine Erdmann verstehen Barockmusik nicht bloß als exklusives Konzertangebot, sondern auch als Unterhaltungsmusik im besten Sinne. Die beiden Musikerinnen bilden das Duo „Corellis Cousinen“ und finden sich hier ergänzt durch ihren Konzertgast Magnus Andersson.

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