Freitag, Dezember 2, 2022

Standpunkt Breiter Weg: Wo ist der Mut?

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Ohne Gesundheit ist alles Leben nichts? Deshalb dürfen wir durch ein Virus das Leben nicht aufs Spiel setzen. Warum wir im internationalen Vergleich ein gutes Gesundheitssystem haben, liegt auch daran, weil Deutschland bisher wirtschaftlich gut dastand, zumindest besser als andere. Dass der Staat aufgrund verordneter Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie finanziell unter die Arme greifen kann, gründet sich auf die Hoffnung, dass nach der Krise die Wirtschaft den Vorschuss mit Leistung ausgleicht. Das eine hängt mit dem anderen zusammen.
Mittlerweile zeigen die registrierten Infektionen, dass sich Covid19 regional sehr unterschiedlich verbreitet hat. Im Altmarkkreis Salzwedel gab es in acht Wochen 30 Infektionen und keine Todesfolge. Wahrscheinlich sind alle Infizierten genesen, wenn die Krankheit überhaupt ausgebrochen war. Aber in diesem Landkreis mit der zweitniedrigsten Bevölkerungsdichte Deutschlands müssen alle dieselben Vorschriften einhalten. Selbst in Magdeburg ist eine Infektionsgefahr derzeit fast unmöglich. Wo ist der politische Mut, regional angemessene Entscheidungen zu fällen? Ein Weg für alle kann nie der richtige sein.

Mittlerweile bringen wir sogar manches Krankenhaus in eine wirtschaftliche Schieflage, weil Patienten ausbleiben. In Germany existierten bis dato rund 3,4 Millionen Unternehmen mit einem bis zehn Beschäftigten. Im Übrigen gibt es nur 280 Unternehmen die mehr als 5.000 Mitarbeiter haben. Unsere Noch-Wirtschafts- und Finanzkraft steht auf den Schultern der vielen kleinen Firmen und deren Mitarbeiter. Doch gerade von diesen barmen eine Menge ums Überleben.

Wo ist der Mut, dass sich Bürger unter den Bedingungen der Pandemie verantwortungsvoll verhalten können? Alles, was jetzt unter der Angst und Modellrechnungen zur weiteren Corona-Ausbreitung eingeschränkt wird, ist Ausdruck eines vormundschaftlichen Staates, der seinen Bürgern kaum vertraut. Wie soll da andersherum Vertrauen in Politik entstehen?
Wo ist der Mut, Menschen etwas tun zu lassen, weil unter Abwarten nichts entsteht? Wir schließen keine Krankenhäuser, obwohl laut Robert-Koch-Institut dort jährlich rund 20.000 Menschen an multiresistenten Keimen sterben. Wenn es von Anfang an um die Abflachung der Infektionskurve ging, dann wird offenbar nicht mit gesagt, dass Infektionen trotzdem stattfinden und dass Menschen mit gesundheitlichen Risiken dennoch in Gefahr sind.

Es gibt viele Unsicherheiten unter Corona, aber genauso viele in allen anderen Lebensbereichen. Es braucht Mut, um das Leben anzunehmen. Es war immer der Mut von Menschen, damit etwas entstehen konnte. Mut und Vertrauen werden im gerade verordneten Stillstand stillgelegt. Das ist aus meiner Sicht für unsere Gesellschaft eine ebenfalls gefährliche psychische Infektion| Thomas Wischnewski

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