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Warum wir wenig über regionale Lebensmittel wissen

Warum wir wenig über regionale Lebensmittel wissen Elisa Wiegmann, Maya-Sophie Meyer und Larissa Insinger Drei Schüler-Praktikantinnen hatten den Auftrag, regionale Lebens- und Genussmittel zu  recherchieren. Als sie die Aufgabe erledigt hatten, stellten sie fest, dass ihnen die meisten Produkte unbekannt sind. Im folgenden Text schildern sie Gründe, warum das so ist. Kompakt Zeitung Nachdem wir nun einige der Produkte aus Magdeburg und Umgebung rausgesucht und aufgelistet haben, machten wir uns Gedanken darüber, welche uns davon bekannt sind und welche nicht. Dabei ist uns aufgefallen, dass wir von vielen dieser Lebensmittel und deren Anbietern entweder noch nie etwas gehört haben oder aber sie nicht in unserem Alltag nutzen. Doch woran liegt das? In der Schule lernen wir etwas über die Hintergründe und die Bedeutung von Nachhaltigkeit, doch praktische Anwendungsmethoden und die Möglichkeiten, die unsere eigene Region bietet, werden uns kaum vermittelt. Auch außerhalb der Schule wird dieses Thema oft in den Hintergrund gerückt, indem große Marken die regionalen Produkte in den Supermärkten sowie in den Werbungen überschatten. Durch die Globalisierung und die zahlreichen modernen Technologien gibt es heute eine riesige Auswahl an günstigeren oder vielfältigeren Artikeln, die von überall herkommen. Hinzu kommt, dass Medien, wie beispielsweise Tageszeitungen, die eventuell solche Informationen enthalten könnten, kaum noch von Jugendlichen konsumiert werden. Dadurch bleiben heimatnahe Informationen und Angebote unscheinbar und werden von endlosen Meldungen aus der ganzen Welt überschattet. Natürlich sehen wir in den Läden einen kleinen Teil der örtlichen Waren oder hören durch Freunde und Bekannte hin und wieder davon, aber der Großteil bleibt uns ohne Interesse und Eigeninitiative verborgen. Es wird zwar viel über Nachhaltigkeit und die Bedeutung kleinerer Unternehmen und Hersteller gesprochen, aber ohne eine bewusste Kaufentscheidung für solche Produkte nutzt dies wenig. Ein Grund für das geringe Interesse könnte ein teurerer Preis für regionale Lebensmittel sein. Möglicherweise werden solche Lebensmittel unter fairen und hohen Qualitätsstandards produziert oder zeichnen sich durch Bioqualität aus. In der Hektik beim Einkauf greifen wir oft zu Produkten, die wir bereits kennen, und vernachlässigen dabei Herkunftsort oder Herstellungsweise. Außerdem werden viele lokale Angebote gar nicht von Supermarktketten gelistet. Um dann solche Lebensmittel zu finden, muss häufig mehr Aufwand und Zeit aufgebracht werden. Trotz allem kennen und nutzen auch wir die einen oder anderen örtlichen Lebensmittel: angefangen bei Backwaren, Bodeta-Süßwaren und Röstfein-Kaffee bis hin zu Mehl aus den Magdeburger Mühlenwerken, Ottersleber Honig oder Natho’s Säften. Diese Liste könnte wahrscheinlich deutlich länger werden, wenn wir in der Schule, in Medien und beim Einkaufen mehr Aufmerksamkeit auf das regionale Angebot legten und mehr Informationen vermittelt würden. Seite 18, Kompakt Zeitung Nr. 247

Bee Gees Musical in Magdeburg

Bee Gees Musical in Magdeburg Kompakt Zeitung Das „MASSACHUSETTS – BEE GEES MUSICAL” lässt sein Publikum in einer mitreißenden musikalisch-biografischen Show mit vielen der Original-Musiker der Bee Gees Live-Konzerte an den wichtigsten Stationen dieser Ausnahme-Band teilhaben. Von den Anfängen der ersten Single-Veröffentlichung vor 50 Jahren über „Massachusetts“, die heiße Saturday Night Fever-Zeit bis zum letzten großen Album „You Win Again“ Ende der 80er Jahre. Das Musical „Massachusetts“ ist musikalisch authentisch und optisch sowie emotional ganz nah am Original – denn die Sänger sind auch drei Brüder. Den musikalischen Part übernehmen THE ITALIAN BEE GEES, bekannt aus der TV-Dokumentation „50 Jahre Bee Gees“. Die ambitionierten italienischen Egiziano-Brüder stehen in engem Kontakt mit der Familie Gibb. Weltweit haben sie sich bereits eine eingeschworene Fangemeinde ersungen und erspielt und besitzen die alleinige Legitimation der Gibb-Brüder, den Namen und das musikalische Erbe zu repräsentieren. So konnten die drei auch den Originalproduzenten und Keyboarder der Bee Gees von 1975 bis 1982, Mr. Blue Weaver, für das Musical begeistern und mit all seinem Wissen über die Original-Arrangements und Hintergrund-Stories für diese Aufführungen verpflichten. Dazu gesellt sich auch der Schlagzeuger der Schaffensperiode der Bee Gees 1973-1979, Mr. Dennis Bryon, sowie Vince Melouney, Gitarrist von 1967 bis 1969. „Massachusetts” erzählt Geschichte und Geschichten: Spielszenen, Interviews, Videomitschnitte führen durch die Karriere der Gibb-Brüder. Die Tanzszenen lassen die Disco-Ära aufleben. Zwei zusätzliche Sängerinnen präsentieren die faszinierenden Songs, die die BEE GEES für Künstlerinnen wie Barbra Streisand und Dionne Warwick komponiert haben. Zu erleben ist das Musical am 11. Mai 2024, 20 Uhr auf der Seebühne in Magdeburg. Karten gibt es an allen bekannten VVK-Stellen und online unter www.bestgermantickets.de Seite 32, Kompakt Zeitung Nr. 246

Wie eine aufregende Nacht in Havanna

Wie eine aufregende Nacht in Havanna Kompakt Zeitung Wenn die Tage in Magdeburg besonders kurz, grau und kalt sind, sorgen sie für heiße Abwechslung und karibisches Flair: Mit „Pasión de Buena Vista“ bringen Tänzer und exotische Schönheiten am Samstag, dem 27. Januar 2024, pure kubanische Lebensfreude ins AMO Kulturhaus. Ab 20 Uhr entführen sie mit ihrer Kult-Show in die aufregenden Nächte im Havanna der 1940er und 50er Jahre. Mit dabei sind die „Buena Vista Band“ und die Tanzformation „El Grupo de Bailar“. Jede Menge bunte Kostüme und aufwendige Projektionen holen den Sommer in die winterliche Elbestadt. Wenn es etwas gibt, das die kubanische Mentalität am besten widerspiegelt, so ist es die Musik. Der „Son“, ein Wechselgesang zwischen Sänger und Chor, begleitet von der spanischen und lateinamerikanischen Tres-Gitarre, ist dabei der Publikumsliebling. Erfunden wurde er von den Zuckerarbeitern in Santiago de Cuba während der 1920er Jahre. Zu Klanghölzern und Trommeln gesellten sich mit der rasanten Verbreitung des „Sons“ mehr und mehr Instrumente wie Holzbass, Bongos und Trompeten. So entsteht ein komplexes Klanggebilde, das sich für europäische Ohren im ersten Moment vielleicht wie ein heilloses Durcheinander anhört, die Hörer aber schnell fasziniert und in den Bann zieht. Diesem Sound huldigt auch die „Pasión De Buena Vista“. Eintrittskarten für die Show sind ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.magdeburgticket.de erhältlich. Seite 16, Kompakt Zeitung Nr. 246, 10. Dezember 2023

Mitmachen für eine bessere geistige Gesundheit im Alter

Mitmachen für eine besseregeistige Gesundheit im Alter Kompakt Zeitung Neurowissenschaftler der Universitätsmedizin Magdeburg suchen Probanden ab 60 Jahren für eine Studie zur Förderung geistiger Gesundheit im Alter. Das Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung (IKND) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg forscht gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) zu gesundem Altern. In einer Studie soll die Wirksamkeit eines Medikaments zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit im Alter untersucht werden. Das bereits für andere Krankheiten zugelassene Medikament könnte auch einen Beitrag zum gesunden Altern und gegen den kognitiven Abbau leisten. Die verantwortlichen Forscher suchen Probanden für ihre Studie. Teilnahmevoraussetzungen sind: mindestens 60 Jahre und älter, kognitiv gesund oder mit früher Diagnose der Alzheimer-Krankheit; normale oder korrigierte Sehstärke (Brille oder Kontaktlinsen); keine Einschränkungen der MRT-Tauglichkeit durch Herzschrittmacher, metallische Implantate, Fremdkörper, Tätowierungen oder Neurostimulatoren. Die Testung verteilt sich auf insgesamt vier Tage. Der Ablauf beinhaltet ein telefonisches Erstgespräch, das Ausfüllen von Fragebögen, eine Blutprobenentnahme, die Verabreichung eines sicheren Medikaments und die Durchführung von Aufgaben im MRT. Es wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von zirka 200 Euro gezahlt. Studieninteressierte können sich an Marina Leiman, Wissenschaftliche Mitarbeiterin, DZNE/Institut für Kognitive Neurologie und Demenzforschung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: +49-391/67-25059, marina.leiman@dzne.de wenden. Seite 37, Kompakt Zeitung Nr. 246, 10. Dezember 2023

Eine Entdeckung: Schloss und Park Ostrau

Eine Entdeckung: Schloss und Park Ostrau Schloss Ostrau 2018 Foto: Rudolf Schuba Kompakt Zeitung Ein idealer Ort zum Spazieren im Grünen, zum Feiern mit Freunden, für Gaumen- und Kunstgenuss. Ein genauer Blick ist dabei mehr als lohnend, denn im historischen Ensemble von Schloss und Park Ostrau fügt sich höchst Unterschiedliches zu einem harmonischen Ganzen zusammen. Die Leichtigkeit italienischer Gestaltungselemente in der Schlossfassade durchbricht die Strenge des französischen Barocks. Auf dem Areal des weitläufigen „Gartentraums” sind die urwüchsigen Baumriesen Zeugnisse eines alten Gartens, der nach englischem Vorbild einst einer natürlichen Landschaft nachempfunden wurde. Die barocke Patronatskirche auf einer Anhöhe überrascht mit einer modernen Grabkapelle, die erst im 20. Jahrhundert nach anthroposophischen Prinzipien gestaltet und von der Bauhausästhetik beeinflusst wurde – ein kunsthistorisch einmaliges Werk. Eine wahre Oase ist das Schloss-Café, das ganzjährig an allen Samstagen, Sonntagen und Feiertagen von 13 Uhr bis mindestens 18 Uhr geöffnet hat. Mit Charme und Kreativität verwöhnt das ehrenamtlich geführte Café seine Gäste. Im Sommer stehen Liegestühle im Gras, auf schattigen Plätzen gibt es selbstgebackenen Kuchen, Eis und erfrischende Getränke. Saisonal passend können die Gäste im Winter heiße Schokolade am prasselnden Kamin, hausgemachten Winterling-Punsch und Glühwein, heiße Butterbrezeln und – an besonderen Tagen – Frisches vom Grill genießen. Eine Führung zeigt Ihnen die Geheimnisse des Parks, der ganzjährig geöffnet ist, und lässt Sie in die versunkene Welt des Landadels eintauchen. Während der Öffnungszeiten des Cafés kann das Schloss teilweise auch auf eigene Faust erforscht werden. Zu einer spannenden Tour durch den Schlosspark lädt der – digital wiederauferstandene – letzte Gutsherr von Ostrau „höchstpersönlich” ein, um seinen Gästen so manch verborgenen Ort zu zeigen. Informationen zu Café, Veranstaltungen und Angeboten finden Sie unter www.ostrau.de Seite 38, Kompakt Zeitung Nr. 246, 10. Dezember 2023

Vorträge und Diskussion: An der Grenze zwischen Sein oder Nichtsein

Vorträge und Diskussion: An der Grenze zwischen Sein oder Nichtsein Kompakt Zeitung Manche Menschen sind schon einmal an die Grenze ihrer körperlichen oder seelischen Belastbarkeit geraten, einige gar an die Grenze des eigenen Lebens. Außergewöhnliche Bewusstseinserfahrungen können sich dann ergeben. Nicht selten mag dadurch die bisherige Weltanschauung ins Wanken geraten. Ähnliches erlebt man mitunter auf einem spirituellen oder mystischen Weg, wie auch während tiefer religiöser Erfahrungen. An Spukphänomene ist zu denken und an sogenannte Nachtodkontakte mit bereits verstorbenen Menschen. Ein Viertel aller Menschen sollen solcherart Erfahrungen gemacht haben. „Glaube ich, oder spinne ich?“, fragen sie sich dann. Und die Frage steht auch am 24. Januar 2024, ab 18 Uhr im KOMPAKT Medienzentrum (Breiter Weg 114A, 39104 MD) im Raum. Dr. Dieter Class, Facharzt für Neurochirurgie, Daniela Hanke von der Selbsthilfegruppe Nahtoderfahrungen und Prof. Dr. Gerald Wolf, ehemaliger Direktor des Neurobiologischen Instituts des Uniklinikums sprechen zu dem Thema und diskutieren mit dem Publikum. Aus der Sorge heraus, missverstanden zu werden, sprechen die Wenigsten über ihre Erlebnisse. An der Grenze zwischen Sein und Nichtsein24.01.2024, um 18 Uhr, Einlass ab 17:30 UhrKOMPAKT Medienzentrum, Breiter Weg 114A, 39104 MagdeburgUm Anmeldung wird gebeten: per E-Mail an event@kompakt.media oder telefonisch unter 0391/79296750 Der Eintritt ist frei. Seite 38, Kompakt Zeitung Nr. 246, 10. Dezember 2023

Gleich, aber verschieden

Gleich, aber verschieden Prof. Dr. Gerald Wolf Gleiche unter Gleichen sein – können wir das? Wollen wir das? Kompakt Zeitung Alle Menschen sind gleich, und zwar dann, wenn es um die Anwendung der Gesetze geht. Das garantiert der Artikel 3 unseres Grundgesetzes. Gerichte müssen danach Recht sprechen. Können Richter nach dieser Maxime konsequent urteilen? Was, wenn ein solcher Richter in der Urteilsfähigkeit von Sympathien oder Antipathien beeinflusst wird. Oder könnte eine Bindung an eine politische Partei einen Richterspruch bedingen? Mag das die Gleichheit vor dem Gesetz unterlaufen? Den Einen gleicher oder weniger gleich als einen beliebig Anderen machen. Aber gewiss doch, da ist der Artikel 3 unseres Grundgesetzes, auf den, so heißt es, sollten wir vertrauen. Auch biologisch gibt es für uns Menschen einen Gleichheitsgrundsatz, nämlich, dass wir alle zu ein und derselben Art gehören, auch Spezies genannt. Wir Menschen nennen unsere eigene Spezies Homo sapiens, was so viel wie „weiser, gescheiter, kluger, vernunftbegabter Mensch“ bedeutet. Mitunter setzen wir noch eins drauf und nennen uns Homo sapiens sapiens, um uns von den womöglich nicht ganz so klugen, weisen Vormenschen abzugrenzen, die unsere Spezies vor Jahrhunderttausenden vertraten. Das alles, obwohl uns, dem Menschen von heute, ein entscheidendes Stück Weisheit fehlt, um wirklich weise zu sein. Dennoch fühlen wir uns in der Zumessung dieses Attributes recht sicher, da dieses bisher von keinem der anderen Mit-Lebewesen bestritten wurde. Auch mein Lateinlehrer war von der allumfassenden Klugheit von unsereinem nicht so überzeugt. Wenn es ihm in der Klasse an Aufmerksamkeit fehlte, wurde er wütend und donnerte, nicht Homines sapientes wären wir, nein, Homines stulti, dumme Menschen! Mehrfach wurde ich in seiner schmetternden Art als Homo stultus gerügt. Und vor die Tür gejagt. Auch der Eine oder Andere. Willy Struy, auch in Mathe hatten wir ihn. Alles in allem ein hervorragender Lehrer, ein wahrer Homo sapiens. Vor ihm waren wir alle gleich, aber verschieden. Wohl kaum erführe er an den heutigen Schulen Duldung, ständig würde er sich an dem aufgeblasenen Ego ihrer Schüler stoßen.   Im Unterschied sind wir alle gleich   „Im Unterschied sind wir alle gleich“, heißt es bei Thomas Wischnewski (Einfälle-Reinfälle-Scheinfälle, Aphoristische Wortspiele, 2020). Auch wenn wir Menschen ein und derselben biologischen Art zugehören, machen uns erst die Unterschiede zu dem, worauf wir letztlich Wert legen – zu Individuen. Schon auf den ersten Blick hin sind wir verschieden. Nicht nur die Körpergröße und der Körperumfang sind es, nicht ob blond oder braun oder schwarz, nein, feinste, zum Teil allerfeinste Unterschiede in den Gesichtern sind es, die sofort sagen, wen wir kennen und wen nicht, wenn uns Scharen von Menschen begegnen, auf dem Weihnachtsmarkt oder nach Ankunft eines überfüllten Zuges. Punkt-Punkt-Komma-Strich ist das Strukturprinzip der Gesichter. Zwar ist es bei allen dasselbe, von Mensch zu Mensch aber wird es sehr unterschiedlich realisiert. Denn wie diese Elemente im Einzelnen geformt sind und wie sie sich zu einem Ganzen ordnen, lässt uns sofort erkennen: den da, den kenne ich, und den daneben nicht. Sogar die Gestimmtheit lesen wir sofort heraus, ob gespannt und interessiert, ob suchend, müde oder gelangweilt, ob freundlich oder miesepetrig. Auch das Geschlecht ist so zu erkennen, obschon heutzutage leichter zu verwechseln. Wenn wir die Blätter einer Eiche genauer betrachten, fällt ebenfalls auf, dass keines dem anderen wirklich gleicht. Doch, weil für unsereinen bedeutungslos, fehlt dem menschlichen Erkennungsapparat für diese Unterscheidung das Talent. Auch auf den zweiten oder dritten Blick hin können wir uns die Individualität der Blätter nicht merken.   Rassismus und Rassisten gibt es, aber Rassen?   Der Mensch ist ein soziales Wesen, durch und durch ist er das. Vor der Einsamkeit graust es ihm, und so auch zählt Einzelhaft zu den schlimmsten Strafen. Dennoch ist das Zusammenleben von Menschen nicht ohne Probleme, weil nun mal das Eigeninteresse gegenüber dem der Gesamtheit den Vorzug genießt. Besonders deutlich wird das, wenn Menschen von außerhalb Teil dieser Gemeinschaft werden wollen. Oder sollen. Die Probleme kulminieren, falls die bislang Fremden im Schoß des Gastgebers Gegengemeinschaften etablieren und das bei Dominanzanspruch zu Lasten der gastgebenden Gesellschaft. Eifersucht kommt bei ihr auf, auch Angst bis hin zu einer regelrechten Fremdenfeindlichkeit. Xenophobie genannt, wenn sich diese als krankhaft überwertig erweist und damit psychopathologische Züge annimmt. Politiker, die für eine solche Entwicklung die Verantwortung tragen, werfen dann der eigenen Bevölkerung gern Rassismus vor und bezeichnen die Protagonisten als Rassisten. Am Ende sind es nur noch wenige, die sich getrauen, offen gegen die aktuelle Zuwanderungspolitik zu protestieren. Wer schon lässt sich gern als „Rassist“ beschimpfen, als rechtsextrem, als Mischpoke, als Pack, oder als Nazi gar? Zuhause und unter vorgehaltener Hand im Kollegen- und Bekanntenkreis wird kräftig diskutiert, mitunter auch nur bedeutungsschwer abgewinkt. Offener Widerstand wird vermieden. Kommt das der Integration von der Gastgeberseite her gleich oder ist es davon verschieden? Der Eifer im „Kampf gegen Rassismus“ geht mitunter so weit, dass Menschen als Rassisten beschimpft werden, allein wenn sie sich gegen die unkontrollierte Einwanderung anderer Bevölkerungsgruppen wenden, gleich ob da von Rassenunterschieden überhaupt die Rede sein kann oder nicht. Höchst wissenschaftsfern kommt die Zuordnung der Juden zu einer eigenständigen Rasse daher. Die Juden bilden eine über die ganze Welt verstreute Religionsgemeinschaft und verstehen sich am ehesten als eine eigenständige Ethnie [griech. ethnos – (fremdes) Volk]. Ähnlich sinnlos wäre es, von einer katholischen oder einer protestantischen Rasse zu sprechen, oder von einer buddhistischen, islamischen oder einer schamanischen. Nein, Ethnien sind hier gemeint, Bevölkerungsgruppen also, die sich in ihrem Selbstverständnis unterscheiden und das nicht auf Grund biologischer Besonderheiten, sondern allein wegen ihrer jeweiligen Kultur, Sprache, Geschichte, Wirtschaftsweise, ihres Brauchtums und dergleichen mehr. Überhaupt wird so weit wie möglich vermieden, Farbe zu bekennen und von Menschenrassen zu sprechen, auch dann, wenn es sich tatsächlich um Rassen handelt. Aus nachvollziehbaren Gründen. Allzu Schreckliches wurde den Vertretern „niederer Rassen“ angetan – durch solche der vermeintlich höheren Art, durch „Weiße“. In den USA schwelt die Polarisierung Weiß gegen Schwarz noch immer, in manchen der ehemaligen Kolonialländer aber gibt es die Tendenz zur Richtungsumkehr: Schwarz gegen Weiß. In Südafrika zum Beispiel. Und immer handelt es sich um ein und dieselbe Spezies, artgleich sind sie,

Wer sozialen Wohnraum will, muss Vorschriften überdenken

Wer sozialen Wohnraum will, muss Vorschriften überdenken Auf dem Wohnungsmarkt gibt es viel Bewegung. Einerseits sind Anforderungen an Energieeffizienz und Wärmeversorgung unter Nachhaltigkeitsaspekten gestiegen, andererseits hält der Zustrom von Menschen nach Deutschland an. Welche Einflüsse haben diese Bedingungen auf ein kommunales Wohnungsunternehmen wie die Magdeburger WOBAU? Thomas Wischnewski sprach mit dem Geschäftsführer des größten sachsen-anhaltischen Wohnungsunternehmens, Peter Lackner, über flankierende Energie- und Bürokratievorschriften, Perspektiven und Zukunftsprojekte des städtischen Wohnungsunternehmens. Peter Lackner, Geschäftsführer der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH; Foto: Andreas Lander Kompakt Zeitung KOMPAKT: Herr Lackner, werfen Sie bitte mal einen Blick auf das Jahr 2024. Was hat sich die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg im kommenden Jahr an Projekten vorgenommen?Peter Lackner: Wir werden 2024 insgesamt 35 Millionen Euro investieren. Im Mittelpunkt steht beispielsweise die weitere komplexe Sanierung in der Beims-Siedlung. In Nord, in der Regierungsstraße wird es eine umfassende Strangsanierung der Wasser- und Heizungsleitungen geben. Der gesamte Wohnungsbestand ist der Wert des Unternehmens. In die Erhaltung und Modernisierung unserer Immobilien investieren wir kontinuierlich, im Interesse unserer Mieter und weil wir eine Verantwortung gegenüber dem kommunalen Eigentum haben. In den vergangenen Jahren gab es einige bedeutende Neubauprojekte. Hat sich die WOBAU da etwas Neues vorgenommen?Derzeit sind wir dabei, den Zwischenbau im Nordabschnitt Breiter Weg 118 zu überplanen. Das ist eine komplizierte Baulücke, bei der die Einfassung an die Nachbarbauten, der Brandüberschlag und die Sichtachsen berücksichtigt werden müssen. Der Nordabschnitt vom Breiten Weg hat sich gut entwickelt und ich bin zuversichtlich, dass wir die passenden Mietinteressenten finden. Inzwischen liegt auch die Förderzusage zur Fassadensanierung für wichtige Erhaltungsmaßnahmen des Logenhauses in der Weitling-straße vor. Wir werden im kommenden Jahr beginnen, diese Erhaltungsmaßnahmen umzusetzen. Ein weiteres Thema wird die Verbesserung der Energiebilanz unserer Wohngebäude sein. Können Sie dafür Beispiele benennen?Im Hermelinweg werden wir ein typisches Siedlungshaus aus den 40er Jahren modernisieren und die Energiebilanz auf den gesetzlich vorgeschriebenen Standard verbessern. Das Gebäude wird mit einer Photovoltaikanlage und Wärmepumpe ausgestattet und die Fenster- und Türelemente werden komplett erneuert, sodass wir die vorgeschriebenen Werte einhalten. Die Investitionskosten sind sehr erheblich und erfordern eine deutliche Mietsteigerung für die Refinanzierung. Mit neuen energetischen Vorgaben brauchen wir für die Umsetzung schätzungsweise Kredite in einer Größenordnung von etwa 300 Millionen Euro. Dabei muss auch bedacht werden, dass die Kredite für die gesetzlichen Auflagen zur Wärmedämmung aus den 1990er Jahren noch gar nicht komplett abbezahlt sind. Die Finanzierung der gesetzlich festgelegten energetischen Modernisierungsmaßnahmen stellt die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen. Die festgeschriebene Kappung der Mieterhöhung von 50 Cent/qm wird zur Finanzierung nicht allein ausreichen, insofern hoffen wir, dass der Bund auch entsprechende Förderprogramme zur Verfügung stellt. Also müsste man annehmen, dass die politischen Zeitvorgaben an den realistischen Möglichkeiten vorbeigehen?Wir sind mit unseren rund 18.800 Wohnungen und 460 Gewerbeeinheiten das größte Wohnungsunternehmen in Sachsen-Anhalt. Wir können sicher einiges stemmen, aber was in den vergangenen zwei Jahren alles für zusätzliche Regelungen und Gesetze auf die Wohnungswirtschaft zugekommen ist, das ist schon enorm. Inzwischen schicken wir allen Mietern monatliche Verbrauchsmeldungen über die Wärmeenergie. Das erzeugt einen erheblichen Aufwand, der neben der Arbeitszeit unserer Mitarbeiter auch erhebliche Kosten verursacht.   Dazu kommt doch auch noch die CO2-Abgabe.Ja. Die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg bzw. unsere Mieter sind da in diesem Jahr mit rund 500.000 Euro belastet. In den kommenden Jahren steigt die CO2-Abgabe dann kontinuierlich weiter und wird auf rund eine Million Euro pro Jahr im Jahr 2026 ansteigen. Sollte die Müllheizverbrennung für unsere Magdeburger Fernwärmeversorgung per Gesetzesdefinition nicht mehr als ökologische Wärmeenergieerzeugung anerkannt werden, vervielfacht sich der Betrag nochmal. Wie steht es um die Höhe der Mieten in Magdeburg?Ich kann zunächst nur für die WOBAU sprechen. Aufgrund unserer sozialen Verantwortung und des relativ hohen Wohnungsanteils in Magdeburg haben wir einen positiven Einfluss auf die Stabilität der Mieten. Unser Durchschnittspreis liegt über alle Wohnungen gerechnet bei 5,30 Euro Kaltmiete. Da haben wir gemeinsam mit einigen anderen ostdeutschen Städten die günstigsten Mieten. Ähnlich ist die Preissituation in Halle und Schwerin. In Chemnitz liegt die Durchschnittsmiete bei 5,80 Euro. In Rostock liegt das Mietmittel schon über unserem Preis, in anderen Städten sogar zwei Euro darüber. In Magdeburg gibt es neben der Wobau auch noch 12 Genossenschaften, die den Wohnungsmarkt mit günstigen Mieten stabilisieren. Wie hat sich die Unterbringungssituation für Migranten aus aller Welt in Magdeburg entwickelt und hat das Auswirkungen auf das Angebot?Die Unterbringung von Menschen, die zu uns kommen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Als Wohnungsunternehmen sind wir ein wichtiger Mosaikbaustein im Rahmen von Integrationsverantwortung. Es ist in manchen Fällen kulturell unterschiedlicher Vorstellungen nicht einfach, eine Vermittlerrolle zu leisten. Es kann schon bei unterschiedlichen Tagesabläufen und Schlafenszeiten Differenzen geben. Hier leisten unsere Kollegen viel und wir betreiben einen hohen Aufwand in der Sozialarbeit. Solche Leistungen sind sicher oft nur deshalb denkbar, weil wir als städtisches Unternehmen eine soziale Verantwortung für das Leben in den Quartieren übernehmen. Und wie sieht es beim Wohnungsangebot aus? Da ist oft von fehlenden Wohnraumangeboten die Rede.Aktuell haben wir für unsere Wohnungen eine sehr gute Vermietungslage. Das liegt natürlich auch an der Bereitstellung unserer Wohnungen für Ukrainer, die vor dem Krieg aus dem Süden des Landes geflohen sind. Allerdings wissen wir nicht, wie lange diese Menschen noch hier sein werden. Kommt die Intel-Ansiedlung, wird der Bedarf an Wohnraum steigen und sich das Angebot natürlich verknappen. Magdeburg ist in der komfortablen Lage, noch über rund 11.000 freie Wohnungen überwiegend im Bereich Südost zu verfügen. Allerdings haben viele Wohnungen einen Sanierungsbedarf und sind deshalb derzeit nicht auf dem Wohnungsmarkt. Außerdem verfügt die Stadt noch über bebauungsfähige Freiflächen. Wir haben also noch Potenzial, auf einen steigenden Bedarf zu reagieren, vorausgesetzt, die Baukosten und Zinsen lassen ein wirtschaftliches Handeln zu. Aufgrund vieler Vorschriften für Energieeffizienz und Brandschutz werden die Baukosten wohl kaum sinken.Da muss sich die Politik positionieren. Wer sozialverträglichen, preiswerten Wohnraum fordert, muss die Vorschriften und Förderung überdenken, dass für preiswerte Wohnungen mit bezahlbaren Mitteln gebaut werden kann. Da gab es doch schon politische Vorschläge, mehr in die Höhe zu bauen.Es existiert eine Hochhausrichtlinie. Bis zu einer Höhe von 21 Metern sind die Kosten für Bau- und Sicherheitsvorschriften noch überschaubar. Darüber hinaus steigen die Kosten für die Anforderungen für Brandschutz und Rettungswege enorm.

Die Rückkehr der „Reds“

Die Rückkehr der „Reds“ Rudi Bartlitz Magdeburg erlebt in der ersten Januarhälfte mit dem Pape-Cup eines der renommiertesten europäischen Fußball-Nachwuchsturniere unter dem Hallendach. Kompakt Zeitung Mehr Überraschung, um das Wort Sensation einmal zu umschiffen, ging eigentlich nicht. Als die U-17-Juniorenfußballer vor gut einer Woche den Weltmeistertitel eroberten, rieben sich die Fans zwischen Ostsee und Alpen überrascht die Augen: Der in den zurückliegenden Jahren so oft – zu Recht – gescholtene deutsche Fußball kann es ja irgendwie doch noch. Dank einer aufstrebenden jungen Generation. Auf sie sind plötzlich hierzulande der Fokus und die Hoffnungen gerichtet. Und was die (möglichen) Nachfolger der Helden von 2023 draufhaben, was sie am Ball können, das wird Mitte Januar ausgerechnet in Magdeburg zu besichtigen sein. Dann nämlich steigt in der Getec-Arena, Sachsen-Anhalts größter Sportarena, eines der renommierten europäischen Nachwuchs-Hallenturniere, der traditionelle Pape-Cup. „Ja, es lohnt sich tatsächlich, den Nachwuchs zu fördern, ihm Möglichkeiten zu geben, sich zu präsentieren“, sagt Lutz Pape, der Cheforganisator der zweitägigen Veranstaltung, im Kompakt-Gespräch. „Davon haben wir uns stets leiten lassen.“ Wer heute in der Liste jener jungen Akteure blättert, die in Magdeburg ihre Visitenkarte abgaben, kommt aus dem Staunen kaum heraus. Damit ließe sich ohne größere Schwierigkeiten eine fast komplette virtuelle deutsche Nationalmannschaft formieren: Marc-André ter Stegen, Jérôme Boateng, Marcel Schmelzer, Mario Götze, Marco Reus, Toni Kroos, Julian Draxler, Julian Brandt, Florian Wirtz, Youssoufa Moukoko. Seit 2001 wird in der Landeshauptstadt das Turnier der U-15-Kicker ausgetragen. Obwohl es zweimal wegen Corona nicht stattfinden konnte, versicherten die Macher um Pape seinerzeit immer wieder: Wir geben nicht auf, wir halten durch, das Turnier wird nicht sterben, der Fußball sich dem Virus nicht beugen. Was für eine Erleichterung dann in diesem Januar, als die nachgeholte Jubiläumsveranstaltung, die Zwanzigste, vor einer Rekordkulisse von fast 9.000 Besuchern über die Bühne ging. „Das war neuer Turnierrekord“, freut sich Pape. „Das hätte ich in meinen kühnsten Träumen nicht erwartet, die Stimmung war der Wahnsinn.“ Dass mit dem englischen Kult-Klub FC Liverpool („The Reds“) erstmals ein Team den Pokal ins Ausland entführte, kommt noch hinzu. Apropos Liverpool. Die Jungs von der Anfield Road, dem Verein des deutschen Trainers Jürgen Klopp, avancierten auf Anhieb zu Publikumslieblingen. Im Finale verwandelten sie gegen Schalke 04 nicht nur einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Triumph, sondern ließen nach der Pokalübergabe erstmals auch das „You`ll Never Walk Alone“, weltweit die Fußball-Hymne schlechthin, durch die Getec-Arena dröhnen. Mancher wischte sich verstohlen die eine oder andere Träne weg. Am 13. und 14. Januar werden die Liverpooler nun ihren Erfolg in Magdeburg verteidigen. Neben Liverpool werden Nachwuchsvertretungen weiterer drei englischer Klubs ihre Visitenkarte abgeben: die Hochkaräter Arsenal London und Tottenham Hotspur und sowie Stammgast Cambridge United, zum zehnten Mal dabei. Wer zudem weiß, welch führende Rolle die Engländer in der Nachwuchsförderung international spielen, kann Pape zu diesem Meisterstück nur gratulieren. „Nein, leicht war es wirklich nicht, gerade die Jugendvertretungen namhafter Mannschaften aus dem Mutterland des Fußballs nach Magdeburg zu holen“, räumt der 77-Jährige ein. „Daran haben wir seit Jahren gearbeitet. Mein Wunsch war eigentlich immer schon, führende europäische Klubs zu verpflichten und unsere Veranstaltung dadurch noch mehr aufzuwerten. England und Spanien standen auf der Wunschliste an der Spitze.“ Nachdem Real Madrid und der FC Barcelona endgültig signalisiert hatten, dass für ihre U-15-Vertretung Reisen zu Hallenturnieren ins Ausland nicht in Frage kommen, galt alle Konzentration den Jungen von der Insel. Da hieß es, bestehende Netzwerke zu nutzen, neue aufzubauen. Immer eingedenk der Tatsache, dass Magdeburg eben nicht – einige hierzulande mögen das anders sehen – der Nabel der Fußballwelt ist. Inzwischen fragte ein Team aus England sogar an, ob es denn bitteschön möglich sei, einen Spieler mitzubringen, der das Alterslimit überschreitet. Sorry, so leid es ihm tat, da kam Pape um ein „negative reply“ nicht herum. Es gibt natürlich Dinge, mit denen die Veranstalter selbst bei verwöhnteren Gästen punkten können und die Magdeburg – kräftig unterstützt von großen Sponsoren wie Wobau, MWG, Humanas, Lotto-Toto, MHKW und „Häuser unserer Zukunft“ sowie der Landesregierung – tatsächlich zu einem der am bes-ten organisierten Turniere seiner Art machen. So sind alle Teams in Spitzenhotels untergebracht. Also nichts da mit Jugendherbergen oder dem zweifelhaften Charme von Schulturnhallen. Für An- und Abreise mit Zug oder Flieger werden finanzielle Beihilfen gezahlt (die Arsenal und Liverpool übrigens voll in Anspruch nehmen), für die Plätze eins bis drei sogar Preisgelder gezahlt (1.000, 750, 500 Euro). Vom Bus-Shuttle und Rund-um-die-Uhr-Catering ganz zu schweigen. Für all das und noch viel mehr (z. B. Security, medizinische Versorgung) steht Pape und seiner rund 50-köpfigen Helferschar immerhin ein Etat im knapp sechsstelligen Euro-Betrag zur Verfügung. Unübersehbar also: Magdeburg ist eifrig dabei, seinen Ruf als eines der Zentren des europäischen Jugendfußballs weiter zu festigen. Ach ja, gespielt wird natürlich auch. Und zwar zur Genüge. Quasi nonstop. Insgesamt 17 Stunden rollt der Ball an beiden Tagen, über 60 Partien stehen auf dem Programm. Der Veranstalter hat dazu ein wiederum hochkarätiges Feld von 20 Teams zusammengestellt. Neben den vier englischen Vertretern sowie Sporting Lissabon und Banik Ostrava kommen davon zwölf von Bundesligisten (Leverkusen, Bremen, Wolfsburg, Augsburg, Mönchengladbach, Union Berlin) oder Zweitligisten (HSV, Hannover, Düsseldorf, Nürnberg, Hertha BSC, FCM). Ergänzt wird die Zahl durch zwei Qualifikanten aus der Region (Germania Halberstadt, Arminia Magdeburg). Und die Jungs vom Gastgeber FCM wollen da durchaus mitmischen. Zumal sie 2020 sozusagen Blut leckten, mit dem Einzug ins Finale (0:3 gegen den FC Augsburg) die bisher beste Platzierung der Blau-Weißen erreichten, seit es das Turnier gibt. Davor war für sie die Schlusssirene stets vorzeitig erklungen.     KOMPAKT: Der Pape-Cup Das Turnier um den Pape-Cup erinnert an den 2001 im Alter von nur 29 Jahren an Lymphdrüsenkrebs verstorbenen FCM-Juniorentrainer Matthias Pape. An ihnen nehmen Mannschaften teil, deren Spieler am Stichtag (31. Dezember) nicht älter als 15 Jahre gewesen sein dürfen. Am Start waren in den zurückliegenden Jahren jeweils rund ein Dutzend Jugendteams von deutschen Erst- und Zweitligisten. Die Eintrittspreise für beide Tage liegen diesmal zwischen 14 Euro (Erwachsene) und neun Euro (Kinder). Erstmals ist 2024 das gesamte Turnier im Stream zu verfolgen. Kompakt Media wird das Turnier am 13. und 14.

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