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Bücherflohmarkt in der Stadtbibliothek

Bücherflohmarkt in der Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek Magdeburg veranstaltet von Donnerstag, dem 25. Juli, bis Samstag, dem 27. Juli, einen großen Bücherflohmarkt. Dabei werden gut erhaltene aussortierte Bücher und andere Medien aus dem Ausleihangebot zu günstigen Preisen angeboten. Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Genres, darunter Liebesromane, historische Abenteuer, Biographien berühmter Persönlichkeiten, Kinderbücher und Handbücher für Hobby und Technik. Besucher finden Thriller, Krimis, Gesellschaftsromane und Sachbücher, die in großen Kisten auf den langen Tischen im Lesecafé Eselsohr präsentiert werden. Auch Reiseführer, Gesundheits- und Ernährungsratgeber sowie lokalgeschichtliche Werke sind im Angebot.   Der Bücherflohmarkt ist das Ergebnis einer umfassenden Inventur der Stadtbibliothek, die die Sommertage genutzt hat, um sich auf den Bücherherbst vorzubereiten. Im Zuge der Umstellung auf das Selbstverbuchungssystem werden fortlaufend Titel überprüft. Jährlich erneuert die Stadtbibliothek ihren Bestand mit etwa 20.000 neuen Büchern und Medien, um ein aktuelles und attraktives Angebot zu gewährleisten. Gleichzeitig scheiden im gleichen Umfang Medien aus, von denen viele noch gut erhalten sind.   Alle interessierten Leserinnen und Leser, sowohl mit als auch ohne Mitgliedsausweis der Stadtbibliothek, sind herzlich eingeladen, den Bücherflohmarkt zu besuchen. Dieser ist wochentags von 10 Uhr bis 19 Uhr und samstags von 10 Uhr bis 13 Uhr geöffnet. Ein besonderes Highlight erwartet die Besucher am Freitag, dem 26. Juli, ab 16 Uhr, wenn Rabatte auf den Kauf größerer Medienmengen angeboten werden. Veranstaltungen im mach|werk Neuigkeiten aus Magdeburg 20. Contaku in Magdeburg Polizei fahndet nach zwei 15-jährigen Mädchen Neuer Radweg am Europaring Weitere Artikel Hörverlust? Kein Makel, sondern eine Frage der Ästhetik! Beim König zu Gast Auf der Suche nach neuen Ideen

Heimat ist immer ein Abenteuer

Heimat ist immer ein Abenteuer Thomas Wischnewski Der gebürtige Magdeburger Frank Stern, der in München und Singapur zu Hause ist, reiste im vergangenen Jahr zu Orten, die mit seinem ostdeutschen Werdegang verwoben sind. Das Buch „Einmal Osten und zurück“ ist ein persönlicher Erlebnisbericht, der mit deutscher Geschichte gewürzt ist und neugierig auf Stippvisiten zwischen Kap Arkona und Chemnitz macht. Kompakt Zeitung „Wo gehen wir denn hin? Immer nach Hause.“ Dieses Zitat hat der freie Reisejournalist Frank Stern seinem jüngsten Buch „Einmal Osten und zurück“ vorangestellt, weil er in 22 Kapiteln eine Reise in die Vergangenheit unternimmt. Das ist so nicht ganz richtig. Denn in der Zeit zurückzureisen, das geht natürlich nicht. Und doch verwebt der Autor – mit einem Abstecher in Bansin, dann weiteren entlang der Ostseeküste, er macht Station in allen ostdeutschen Bundesländern – auf 124 Seiten „Erlebtes, Erlittenes und Erhofftes“ aus Jugendtagen mit den heute sichtbaren ostdeutschen Städten und manchen ihrer Wahrzeichen.    Man muss über Frank Stern wissen, dass er 1958 in Magdeburg geboren wurde, in der DDR das Abitur erwarb, den Pflichtwehrdienst absolvierte und anfing an der PH Magdeburg Sport und Deutsch zu studieren. Für seine gewonnenen kritischen Einsichten über den sozialistischen Staat wurde er schließlich denunziert, verhaftet und 1983 – wie das oft gang und gäbe war – in die Bundesrepublik freigekauft. Nach Politikstudium und Zeitungsvolontariat arbeitete er bei einer Nachrichtenagentur. Nebenher begann Frank Stern, Reisereportagen zu schreiben, die ihn rund um die Welt führten und die unter anderem in der FAZ, der Welt am Sonntag, auf Zeit Online, auf geo.de, in der Straits Times (Singapur) und im Globetrotter Magazin (Schweiz) erschienen sind. Frank Stern lebt heute in München und Singapur. Aber in die Heimat – vor allem nach Magdeburg – zieht es ihn immer wieder. Familie und Wurzeln sind einfach unkappbare Bande. Der Magdeburger Dom und die mit der Kathedrale verknüpfte Geschichte darf eingangs seiner Zeitreise nicht fehlen. Die persönliche Geschichte des Autors blitzt an der einen oder anderen Stelle des Buches immer wieder mal auf. Da ist beispielsweise vom Stasi-Mann die Rede, der ihm die Handfesseln so locker anlegte, dass er seine Hände herauswinden konnte. Aber die Erlebnisse dieser Vergangenheit sind letztlich nur Randnotizen. „Einmal Osten und zurück“ ist eher ein kleiner Reiseführer. Abgesehen davon, dass es der Autor versteht, seinen Texten Ironie einzuhauchen, ist das Aufgeschriebene pure Kurzweil. Wer zügig zu lesen vermag, schafft den Umfang an einem längeren Abend.Der Gewinn für Leser ergibt sich jedoch aus den zahlreichen Details zu geschichtlichen Zahlen, Fakten und Geschehnissen, mit denen Frank Stern die Reisebilder würzt. Es gelingt ihm mit den oft kleinen historischen Einwürfen, mit manchem regionalgeschichtlichen Namen, Gebäuden sowie Dokumenten seine Leser zu fesseln und neugierig auf die Reisestationen zu machen. In Rheinsberg darf der Hinweis auf Kurt Tucholsky nicht fehlen. Theodor Fontane hatte 1881 nichts Erwähnenswertes in Bad Saarow am Scharmützelsee entdeckt. Ganz anders müssten es indes Maxim Gorki oder die Boxlegende Max Schmeling erlebt haben. Letzterer heiratete 1933 in der Saarower Kirche die Schauspielerin Anny Ondra. Frank Stern begegnet Martin Luther an mehreren Orten. In Naumburg ist es nicht nur Friedrich Nietzsche, auf dessen Spuren er sich begibt, sondern es sind die „Feuerwächter“ und die mehrfachen Brände bzw. die sich darum rankenden Ereignisse, mit denen der Autor ein tieferes Interesse für die Stadt im Süden von Sachsen-Anhalt entfachen kann. Gerade weil Frank Stern keinen lexikalischen Reiseführer und keinen umfassenden Reiseroman aus seinen Stippvisiten im Osten gemacht hat, ist das Buch für all jene eine Empfehlung, die Inspirationen für Ausflüge und Kurzreisen suchen. Für ostdeutsche Leser kann es eine Entdeckungsreise in der weiteren Heimat sein, für jüngere ein geschichtlicher Kompass und für Menschen mit westdeutschen Wurzeln ein gesamtdeutsches Geschichtsabenteuer. Einmal Osten und zurück (Frank Stern) Herausgeber: telescope; New Edition, Erschienen: 27.10.2023, Broschiert: 124 Seiten, ISBN: 978-3959151412 Seite 24, Kompakt Zeitung Nr. 247, 10. Januar 2024

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