Theater Magdeburg bietet ab 29. Mai kleinen Spielplan

Zunächst für ein verlängertes Wochenende öffnet das Theater Magdeburg mit einem kleinen Spielplan seine Türen. Das wurde am heutigen Mittwoch (13. Mai) bei einem Pressegespräch von Intendantin Karen Stone verkündet. Sowohl im Opern- als auch im Schauspielhaus wird es vom 29. Mai bis zum 1. Juni sowohl Theater als auch Musik geben.

Laut Landesentscheidung sind ab 28. Mai wieder Veranstaltungen unter bestimmten Hygienevorschriften möglich. Um diese einhalten zu können, wurden vom Theater für das Pfingstwochenende Inszenierungen ausgesucht, bei denen der Mindestabstand relativ unkompliziert einhaltbar ist. So ist im Schauspielhaus „Die Pest“ (29. Mai, 19.30 Uhr) mit Ralph Opferkuch ein Monolog, das „Tagebuch eines Wahnsinnigen“ (31.5., 18 Uhr) eine Szenische Lesung und beim Jacques-Brel-Liederabend „Mein Lieb, mein Leid“ können die Musiker auf Distanz bleiben, da sie nicht wie zuvor im Foyer, sondern auf der großen Bühne auftreten.

Im Opernhaus werden Szenen und Arien aus „Titus“, „Rigoletto“ und „La Bohème“ statt an einem an zwei Abenden geboten: Am 29. Mai, 19.30 Uhr, und am 31. Mai, 16 Uhr. Die Möglichkeiten für ein großes Orchester beschränkt sind, wird zunächst das Philharmonische Streichquartett zu erleben sein. Es bietet am 30. Mai im Opernhaus Streichquartette von Joseph Haydn und Antonin Dvorák.

Damit das Publikum trotz aller Live-Beschränkungen nicht auf das Miterleben der Vorstellungen verzichten muss, wird es Videomitschnitte geben, kündigt Karen Stone an. Diese sollen später unter #wirspielenfuereuch online abrufbar sein.

Der Kartenverkauf beginnt, sowie die Regelung für die Zuschauerplatzierung feststeht.

Alle Besucher sind aufgefordert, beim Betreten der Theatergebäude Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Für den Juni wird derzeit ein weiterer „kleiner“ Spielplan erarbeitet. Karen Stone: „Wir machen das Schritt für Schritt.“ Für den Start der neuen Spielzeit jedoch hofft sie, dass alle Premieren von Schauspiel und Musiktheater (einzig ausgenommen die Koproduktion mit der Welsh National Opera im Januar) stattfinden können. Außerdem sollen die im Frühjahr entfallenen Premieren nachgeholt werden.

Größte Auswirkungen hat die Corona-bedingte Beschränkung beim Ballett: „Das lebt von Bewegung und von Berührungen“, sagt Ballettdirektor Gonzalo Galguera. Deshalb sei unter den gegenwärtigen Umständen weder das Proben noch Aufführungen möglich. Der Start des Tanztheaters wird ins neue Jahr verschoben. (ab)

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