Mittwoch, Juli 6, 2022
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Ukraine: Heißer Krieg und Schlacht
der Medien

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Von Dieter Mengwasser

Im Februar 1991 waren wir, eine Gruppe von Technikern und Wirtschaftsleuten, in der damals noch existierenden Sowjetunion, um mehrere Industriewerke aufzusuchen und potentielle Kunden zu gewinnen. Die großen Entfernungen legten wir in Eisenbahnzügen zurück. Auf einem Bahnhof rief uns eine Frau zu: „Ich gratuliere euch, Männer.“ Dies geschah am 23. Februar. Der 23. Februar war für die männlichen Sowjetbürger ein Ehrentag, vielleicht ähnlich dem Männertag wie am Himmelfahrtstag in Deutschland. Am 23. Februar 1918 wurde in Russland das Dekret zur Gründung der Roten Armee erlassen, und seitdem wird dieser Tag als Feiertag der männlichen Bevölkerung begangen, auch nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, jetzt in der Russischen Föderation offiziell als „Tag der Beschützer des Vaterlandes“. Den Männern wird an diesem Tag die Ehre zuteil, von den Frauen beglückwünscht zu werden.

Am 23. Februar 2022 hatte der russische Präsident Wladimir Putin drei Reden gehalten. Die erste Rede zum Tag des Verteidigers des Vaterlandes gab es vor einem großen Auditorium, mit Würdigung der Rolle der Streitkräfte beim Sieg über den Hitlerfaschismus. Ähnlich war die zweite Rede, dieses Mal hauptsächlich vor noch lebenden Veteranen des Zweiten Weltkrieges. Mit seiner dritten Rede trat er im Lushniki-Sportpark in Moskau auf. Wir versuchen hier, die Atmosphäre dieses Auftritts zu beschreiben: Ein riesengroßer Raum – das Stadion –, gefüllt von Zehntausenden von Menschen, ein Heer von Flaggen und Fahnen in den russischen Farben weiß – blau — rot, Musik, ein insgesamt hoher Lärmpegel. Es ertönt eine laute Stimme aus den Lautsprechern: „Der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin”. Die Ankündigung ist ähnlich der wie bei Boxkämpfen, wenn die Kämpfer dem Publikum vorgestellt werden und den Ring betreten. Frenetischer Beifall, laute Rufe. Putin drängt sich in einer durch die Menschenmassen gebildeten Gasse zum Viereck in der Mitte des Stadions, steigt die kleine Treppe nach oben. Im Gegensatz zu den Reden am Vormittag, wo er mit Schlips und Kragen auftrat, trägt er jetzt einen Rollkragenpullover, darüber eine wattierte hüftlange Jacke. In seiner Kleidung unterscheidet er sich nicht von den vielen übrigen Anwesenden. Mit dem Mikrofon in der Hand beginnt er seine Rede, ohne Manuskriptzettel in der Hand, hin und her gehend, manchmal sich umdrehend, sich nach links und rechts wendend. Der Tenor seiner Rede ist: Wir lieben Russland; wir sind stark; wir rufen alle auf, sich uns anzuschließen; niemand darf sich in unsere Angelegenheiten einmischen; wir tun alles für unsere große Heimat. „Liebt ihr Russland?“ Stets großer Beifall, Fahnenschwenken, Rufe der Zustimmung. Die Stimmung erinnert an den 18. Februar 1943, als Reichspropagandaminister Joseph Goebbels seine Rede im Sportpalast von Berlin hielt. Rund acht Minuten lang spricht Putin, dann verlässt er, nach links und rechts Hände schüttelnd, den Ring.

Aber bereits am Vortage, am 22. Februar 2022, hatte Putin eine fast eine Stunde lang währende Rede im Fernsehen gehalten, die er mit einer Schilderung der nach seiner Meinung unerträglichen Ereignisse in der Ukraine begann. Kernsätze waren: Die Geschehnisse sind für die Bewohner der Volksrepubliken Lugansk und Donezk nicht mehr hinnehmbar, die Menschen leben unter ständiger Bedrohung. Und die Ukraine ist für uns kein fremdes Land, sie ist untrennbarer Bestandteil unserer Heimat, dort leben Menschen, die mit uns durch Blutsbande verbunden sind, mit denen wir eine gemeinsame Geschichte haben. Die südöstlich von uns lebenden Menschen haben sich aus Urzeiten als Russen und Rechtsgläubige bezeichnet. Es sind unsere Verwandten, und sie haben hervorragende Leistungen in der Wirtschaft, in der Wissenschaft usw. gezeigt. Aber jetzt liegt alles danieder, die Ukraine befindet sich im Stillstand. Statt dessen wird aufgerüstet, Waffensysteme der NATO werden installiert. Vorschläge der Russischen Föderation zur friedlichen Regulierung der offenen Fragen wurden seitens der westlichen Mächte ignoriert.

Von dem sich in der Ukraine abspielenden heißen Krieg erhalten wir, liebe Leserinnen und Leser, hier im Westen Informationen durch unsere Massenmedien. Als Quellen für die hier an dieser Stelle dargestellten Informationen dienen der Fernsehkanal UA des offiziellen ukrainischen Fernsehens und der russischsprachige Browser Yandex. Die Meldungen widersprechen sich oft, der Wahrheitsgehalt kann nicht überprüft werden. Daher kann es sich nur um Eindrücke, ganz subjektiv empfundene Eindrücke über die Berichterstattungen handeln. Und jedermann könnte auch sagen, dass die eine oder die andere Äußerung, die von der einen oder von der anderen Seite der Konfliktparteien kommt, so überhaupt gar nicht gemeint war und einfach nur falsch verstanden worden ist. An einigen Stellen fügen wir Anmerkungen zu Fakten an, die als gesichert gelten können. Es ist aber einer Privatperson nicht möglich, ständig die in verschiedenen Quellen zugänglichen Nachrichten zu sehen, zu hören, zu lesen oder gar zu gewichten. Hinzu kommt noch die absichtliche Streuung von Falschnachrichten, heutzutage als Fakes oder Fakenews bezeichnet. In vielen Fällen ist es uns auch nicht möglich, im Internet die Absender von Nachrichten zu identifizieren oder das Datum der Verkündung einer Nachricht oder Meldung festzustellen. Auch gelingt es nicht immer, eine Nachricht nochmal aufzurufen oder wiederzufinden. Was wir hier schreiben, ist unvollständig, vielleicht widersprüchlich. Es ist der Versuch, in dem Wirrwarr von Informationen und Meldungen etwas Orientierung zu finden. Ein Anspruch auf Vollständigkeit kann nicht gestellt werden.

Der TV-Kanal UA hat speziell seit den Tagen des Eindringens russischer Truppen auf das Gebiet der Ukraine eine Sendeplattform unter dem Namen “Freedom” eingerichtet. “Free” in lateinischen Lettern, dann in kyrillischen Buchstaben “dom”, wobei der Buchstabe ‚o‘ in den Nationalfarben blau und gelb dargestellt wird. (‘Dom’ russisch, auf Deutsch ‚das Haus‘.) Den ganzen Tag, bis Mitternacht, gibt es auf diesem Sender Nachrichten und Interviews in russischer Sprache. Die Moderatoren weisen immer wieder darauf hin, dass die Sendungen in russischer Sprache ausgestrahlt werden, damit die Weltöffentlichkeit und die russischen Bürger, die dieses Programm empfangen können, die Wahrheit über den Krieg erfahren. In der Regel sind zwei Moderatoren, eine Frau und ein männlicher Kollege, tätig, die eine Vielzahl von Interviews über digitale Schaltungen führen. Interviewpartner sind Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens der Ukraine, Beamte der Verwaltungsorgane, ehemalige, jetzt im Ausland lebende Bürger der Ukraine, Persönlichkeiten der russischen Öffentlichkeit, die außerhalb Russlands leben. Es ist selten, dass in Russland lebende Personen interviewt werden. Daher ist es umso aufschlussreicher, was ein in der Russischen Föderation bekannter oppositioneller Politiker (Leonid Gusman, geboren 1950, wohnhaft in Sankt-Petersburg) auf die Fragen aus dem Fernsehstudio antwortet. Wir wählen hier einige Fragen und die dazugehörigen Antworten, beides in gekürzter Form, aus:
Frage: Seit über einem Monat ist Krieg. In welchem Zustand ist jetzt die Kremlmacht?
Antwort: In Panik, in Hysterie, sie geben widersprüchliche Erklärungen. Erst beschuldigen sie die ukrainische Macht wegen Sprengung des Theaters Mariupol, dann war dies ein bösartiges Militärobjekt, das von den „heldenhaften“ russischen Kämpfern vernichtet wurde. Oder waren es doch die „Banderowzy“, die das gesprengt haben? Leute, sprecht euch richtig ab, was ihr lügen wollt. (Die Banderowzy sind eine nationalistische ukrainische Organisation. Sie geht zurück auf Stepan Bandera, 1909 in Galizien, einem Teil des Habsburger Reichs mit Lemberg (Lwow, Lviv) als Hauptort, geboren; streng nationalis-tisch gesinnt; wegen Teilnahme an der Ermordung des polnischen Innenministers zum Tode verurteilt, zum Leben begnadigt; nach dem Überfall Hitlers auf Polen 1939 freigekommen; begrüßte den Überfall Deutschlands auf die Sowjetunion als Befreiung; als Sonderhäftling mit sehr günstigen Bedingungen in deutschen Konzentrationslagern interniert; bot der deutschen Heeresleitung an, eine eigenständige ukrainische Armee zum Kampf gegen die Sowjets aufzustellen; nach dem Kriege Aufenthalt in München, wo er 1959 durch einen KGB-Agenten ermordet wurde).
Frage: Wollen die russischen Truppen die Ukraine okkupieren?
Antwort: Die russische Seite, so wurde gesagt, wollte bei der Bekämpfung der ukrainischen Aggression gegenüber der LNR und DNR (Volksrepubliken Lugansk und Donezk) helfen und die Territorien befreien. Dann wurde von „Denazifizierung“ und „Demilitarisierung“ der Ukraine gesprochen. Und es gäbe biologische Laboratorien, die ein geheimes Virus entwickeln, das die russischen Frauen unfruchtbar macht, und durch Vögel sollte das Virus verbreitet werden. Also war das russische Ziel die Vernichtung dieser Labors. Das war so wie bei den Amerikanern im Irakkrieg, wo angeblich Hussein über Massenvernichtungswaffen verfügte.
Frage: Können die Leute mit gesundem Menschenverstand in Russland noch siegen?
Antwort: Ja, aber nicht gleich. 25 bis 30 Prozent unserer Bevölkerung treten gegen die „militärische Spezialoperation“ auf. Es gibt auch Menschen mit dem Buchstaben Z, also Unterstützer. Und dann gibt es die breite Masse, die überhaupt nicht weiß, dass da ein Krieg läuft, und wenn, dann, weil ihr uns überfallen habt. Und ihr habt das auf Befehl der Amerikaner gemacht, alles entscheiden die Amis, Selenskij ist nur eine Marionette. (Buchstabe Z: In der englischen und französischen Sprache wird der Buchstabe ‘Z’ für den stimmhaften s-Laut verwendet, z. B. zero, zenit, zigzag. Im Russischen gibt es für das stimmhafte ‚s‘ den Buchstaben ‚з‘, zum Beispiel in dem Wort ‚за‘, auf Deutsch ‘für’. In den Kampagnen zur Unterstützung der russischen Truppen und der gesamten Spezialoperation wird bewusst ‘za’ eingesetzt, zum Beispiel auch zur Ausschmückung des Stadions Lushniki für die Rede Putins am 18. März 2022 anlässlich der Feierlichkeiten zur Angliederung der Krim 2014.)
Nun der 24. Februar, der Tag des Beginns der militärischen Spezialoperation. Die Entscheidung zu diesem Schritt nennt der russische Präsident erzwungen und sagt, dass anderenfalls Russland noch mit einer größeren Bedrohung zu rechnen hätte. Als Ziele für die Handlungen Moskaus nennt er die „Denazifizierung“ und die Demilitarisierung Kiews wegen des „Genozids“ der friedlichen Bewohner des Donbass. Für den folgenden Tag, den 25. Februar, rief Putin die ukrainischen Militärangehörigen auf, „die Macht in die eigenen Hände zu nehmen”.
Anmerkungen: Tatsächlich lässt die russische Berichterstattung zu den ersten Tagen des Eindringens der russischen Truppen schlussfolgern, dass von einer zeitlich ganz kurzen Operation ausgegangen wird. So wurde gleich in den ersten Stunden gesagt, es hätten ukrainische Truppen die Waffen niedergelegt und wären sofort in Gefangenschaft gegangen. Immer wieder gibt es Berichte über die jetzt geschaffene Lage in den Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Frauen äußern sich vor Kameras: „Endlich können unsere Kinder wieder ruhig zur Schule gehen, sie brauchen keine Angst mehr vor Angriffen der Ukrainer zu haben, und wir müssen uns nicht mehr in den Kellern verstecken.“ Spontan, so die Berichterstattung, hätten sich Frauen und Mütter auf Marktplätzen versammelt, um ihren Männern moralischen Beistand im Kampf gegen die ukrainischen Nationalisten und Faschisten zu geben.
Nachstehend geben wir Meldungen aus russischen Quellen und verzichten auf eine Kommentierung.
Russische Quellen: Nach Angaben der Aufklärung der Republik und den Aussagen von Gefangenen sollte die Angriffsoperation der ukrainischen Streitkräfte am 8. März dieses Jahres beginnen. Es war geplant, die Aggression gleichzeitig auf das Territorium der Republik Donbass sowie auf die Russische Föderation, nämlich auf die Krim, vorzunehmen, sagte Puschilin. (Denis Puschilin ist Chef der Regierung der Volksrepublik Donezk).
Wir müssen hier anmerken, dass die russische Berichterstattung immer wieder die beiden sogenannten Volksrepubliken ins Spiel bringt. Diese scheinen eigene Streitkräfte zu haben, der Verwaltungsapparat ist gut organisiert, alles läuft – wenn die Bedrohung seitens der ukrainischen Nationalisten nicht wäre – sonst normal. Es sind also ganz normale Staaten, so wird es vermittelt.
Russische Quellen: Die Regierung der Ukraine ist eine Marionettenregierung, und das Volk lebt in Armut. Das sagte die Ukrainerin Viktoria. Die Frau trat in einem französischen Fernsehsender auf, wo sie die Wahrheit über das Geschehen in ihrem Heimatland vermittelte. Der Moderator fragte nach, ob der Präsident der Ukraine Wladimir Selenskij an der Spitze einer Marionettenregierung steht. Viktoria antwortete mit Ja. „Ja, ja. Eine Marionette. Das ist ers-tens”, stellte die Ukrainerin fest. Sie hat faktisch das Oberhaupt der Regierung im französischen Fernsehen entlarvt. Nach den Worten von Viktoria ist Selenskij auch „kein ganz demokratischer Mensch“. Die Frau erläuterte ihre Worte. „Vier Oppositionssender sind geschlossen, es gibt Journalisten, die getötet wurden …, es gibt Sachen, über die man nicht spricht.” Dieses Eingeständnis kam auf dem Hintergrund der Spezialoperation der Russischen Föderation zur Entmilitarisierung der Ukraine. Der Präsident Russland Wladimir Putin ging auf diesen Weg nach der Erklärung der Unabhängigkeit der Volksrepubliken Donezk und Lugansk. Diese Region wurde acht Jahre lang von der ukrainischen Seite beschossen. Aber die Weltöffentlichkeit hat keinerlei Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung der Donbass-Republiken unternommen.
Russische Quellen: Über die Erfüllung der Ziele der ersten Etappe der Spezialoperation gab das Verteidigungsministerium Ende März einen Bericht. Der Aktionsplan hatte vorgesehen, den Gegner zu zwingen, die Kräfte und Ressourcen auf den Schutz der großen Ortschaften, darunter Kiew, zu konzentrieren. Hauptziel der Operation ist die Richtung Donbass, wozu die russischen Streitkräfte die ukrainischen Truppen binden und ihnen eine Niederlage zufügen mussten, die es ihnen nicht erlauben würde, militärische Kräfte im Donbass einzusetzen. „Alle diese Ziele wurden erfüllt“, unterstrich der Vertreter des Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow. General Konaschenkow gibt jeden Tag eine Meldung über die Erfolge der russischen Armee und betont immer wieder, dass das russische Militär stets Waffen mit äußerster Treffgenauigkeit einsetzt und niemals zivile Ziele angreift.
Russische Quellen: Patriarch Kirill hielt eine Predigt in der Hauptkirche der Bewaffneten Kräfte der Russischen Föderation. Er rief die Militärangehörigen auf, dem Eid getreu zu dienen und ihr Vaterland um jeden Preis zu verteidigen. Dabei nannte er Russland ein friedliebendes Land. „Ich spüre die Sorge für alle die Menschen, die an Orten wohnen, wo militärische Zusammenstöße geschehen. Aber das hier sind alles Menschen und Völker der Heiligen Rus. Das alles sind unsere Brüder und Schwestern. Wie in früheren Jahrhunderten haben verschiedene Kräfte, die die Rus schwächen wollten, Brüder gegeneinander aufgehetzt und sie in Zwistigkeiten gebracht, und heute muss alles getan werden, damit das Blutvergießen aufhört und es keine Gefahr für innere Streitigkeiten gibt.“ Papst Franziskus geht in seinen Predigten ständig von akkuraten Formulierungen und Versuchen des Manövrierens zwischen den gegenüberstehenden Seiten ab. Am 2. April wurde bekannt, dass der Pontifex einen Besuch in Kiew nicht ausschließt. Patriarch Kirill, der zur Festigung des Geistes der bewaffneten Kräfte der Russischen Föderation aufruft, gerät in Widerstreit zur Meinung von Persönlichkeiten der christlichen Welt.
Russische Quellen: Anatolij Wasserman, geboren 1952 in Odessa, Publizist, jüdischer Abstammung, Abgeordneter der Staatlichen Duma der Russischen Föderation: Kiew setzt beharrlich den verbrecherischen Plan fort, nämlich die „Schlachtung bis zum letzten Ukrainer“, ignoriert demonstrativ die katastrophalen Folgen der bewussten Unterbringung von schwerer Technik inmitten von Wohnhäusern und der Anwendung von Minen in Wohngegenden, was zu unzähligen Opfern unter der Zivilbevölkerung führt. Die russischen Truppen gehen mit einer Artilleriewalze über die blutigen ukrainischen Nationalis-tenbataillone hinweg. „Soweit ich weiß, fehlt den ukrainischen Streitkräften die Möglichkeit zu normaler Verteidigung. Die ukrainische Armee besteht bis jetzt nur noch deshalb, weil unseren Truppen die Aufgabe gestellt war, die Zahl der Opfer auf beiden Seiten der Front maximal gering zu halten.“ Niemand wird den Feind so weit wie möglich schonen. Die russischen Truppen haben erfolgreich Cherson und sofort mehrere Ortschaften bei Saporoshje befreit. Dabei kontrollieren die ukrainischen Nationalisten weiterhin Charkow, und, nach Aussagen örtlicher Bewohner, verschanzen sie sich gewissenlos in Wohngegenden. Die Kräfte des Donbass setzen die Befreiung ihrer Territorien fort.
Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, hier in unseren Darlegungen Unzulänglichkeiten und Widersprüche bemängeln, so sind Sie im Recht. Und wenn Sie die Predigten von Patriarch Kirill nehmen und im ukrainischen TV hören, dass der Kommandeur einer angreifenden russischen Militäreinheit in einem Dorf in der Nähe von Dnipropetrowsk geboren ist, dann könnte man sich fragen, ob sich in der Ukraine nicht ein Bürgerkrieg abspielt?
Ein Thema wird bei Kriegshandlungen in der Regel vergessen, nicht einmal erwähnt. Das ukrainische Fernsehen brachte es bei den Angriffen auf Kiew und Mariupol zur Sprache: Löwen unter Beschuss. Die Lage in den zoologischen Gärten ist katastrophal. Die Tiere leiden unter den Geräuschen der Bombardierungen, sind stark verängstigt durch Explosionen in der Nähe, es fehlt ihnen an Futter, Wasser, tierpflegerischer Betreuung. Auch Folgen eines Krieges, nicht nur einer „militärischen Spezialoperation“.

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