Mittwoch, Juli 6, 2022
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Veränderungen in der Festung Mark

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Veränderungen in der Festung Mark: eine große Bühne wird gebaut, die kleinere hat einen neuen Standort. Auf die Wiese steigt das Kulturpicknick, in den Räumen macht die Kulturfestung ihrem Namen alle Ehre.

Im großen Festungshof wird gearbeitet. Es entsteht eine neue große Bühne, mit Backstage-Bereich und allem, was erforderlich ist für die Künstler, die hier auftreten werden. Damit entfallen die stets anderen Bühnenbauten für jedes Konzert. Sie findet ihren Platz dort, wo bisher eine kleine Bühne stand, die bei Festen wie Irish Folk als Ergänzung genutzt worden ist. Dieser Aufbau hat einen neuen Platz gefunden: im Kleinen Hof neben dem Eingang von der Gustav-Adolf-Straße her. In idylllischer Umrahmung finden u.a. Theatervorstellungen statt wie vom 14. bis 16. Juli. Dann präsentiert die Magdeburger Theaterkiste „Der Geizige“ von Molier. Währenddessen finden vor den Toren der Festung, genauer gesagt auf der Wiese daneben, Kulturpicknicks statt. Was als „Notvariante“ zur Zeit der Corona-Beschränkungen eingeführt wurde, entwickelt sich zu einer Tradition. Die diesjährige Veranstaltungsreihe wurde am 11. Juni eröffnet und bietet einen Monat lang Veranstaltungen verschiedener Genres.

Innerhalb der Festungsmauern erwartet die Gäste ebenfalls ein weitgefächertes Angebot. Nicht nur Konzerte von Keimzeit bis InExtremo, Partys und Feste. Erstmals werden Senioren zur längsten Kaffeetafel der Stadt eingeladen, umspielt vom Rossini-Quartett am 19. Juni. „So viele Veranstaltungen wie jetzt gab es in den ganzen 20 Jahren bisher nicht“, sagt Festungschef Christian Szibor. Das ist erfreulich, wohlgleich nicht ganz freiwillig. Kommen zu den geplanten Veranstaltungen doch jetzt jene hinzu, die wegen Corona verschoben werden mussten. Als neuer Trend finden Sommerfeste von Firmen statt, weil ihre Weihnachtsfeiern wegen Corona ausfallen mussten, erklärt Christian Szibor. „Wir freuen uns natürlich über den großen Zulauf“, ergänzt der Festungschef, doch die Ballung an Veranstaltungen ist eine logistische Herausforderung für das relativ kleine Team. Das könnte in der Gastronomie Unterstützung gebrauchen. Wer sich bewerben möchte, kann dies jederzeit in der Festung tun. Gleichzeitig wird intensiv an alternativen Konzepten gearbeitet. Eine Möglichkeit wären Getränkestationen.

Zu den neuen Vorhaben gehören auch Hybrid-Veranstaltungen, erklärt Christian Szibor. Damit will die Festung Mark auf das veränderte Besucherverhalten durch die Corona-Zeit reagieren. Manche haben Angst vor zu viel Nähe. Ihnen soll ermöglicht werden, Veranstaltungen zu Hause mitzuerleben. Live. „So können sie beispielsweise ein Konzert von unserem Stübchen in ihrem eigenen Stübchen miterleben“, erklärt Szibor schmunzelnd. Das Konzept liegt bereits vor, für die Umsetzung gibt es Fördergeld von der Investitionsbank. „Die Herausforderung besteht darin, das Publikum vor dem Bildschirm ebenso einzubeziehen wie das in unserem Saal.“ So sollen sie nicht nur direkt angesprochen werden, auch Live-Schaltungen per Video sind angedacht. Vielleicht sogar das Mittendrin-Sein bei Veranstaltungen mit Hilfe von VR-Brillen? Alles ist möglich, sagt Christian Szibor. „Das ist aber noch Zukunftsmusik.“ (ab)

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