Zwischen den Fronten: Eine Friedenslesung
Der Himmel ist Himmel und der Mensch ist Mensch. Zwischen Vernichtung und Erlösung, Krieg und Frieden verlaufen die Fronten. Sie verlaufen, genau das ist es ja, wie einfach wäre es sonst, sich zu entscheiden für das Gute oder das Böse. Vom Bombenwetter, das den Tod vom klaren Himmel abwirft bis zur Auferstehung, von der Vernichtung bis zum Erblühen ganzer Landschaften sind wir gezeichnet. Wir gewinnen und verlieren. Das eine ist so kompliziert wie das andere. Oftmals können wir es nicht unterscheiden. Unser Leben gleicht einem Chaos und folgt doch uralten Regeln. Wir wollen leben und zwar so, dass wir uns mit uns selbst im Reinen fühlen. Darauf kommt es an und auf das Nachdenken über uns, über den Himmel, die Menschen, das Leben, über Krieg und Frieden in einer Zeit mit Drohnen am Himmel und zwei Kriegen, die sich wie ein Feuerring um unser Leben schließen.
Dorothea Iser spannt den Bogen von Carl von Clausewitz zu Bernd Domsgen, Oberstleutnant bis zur Wende. Renate Sattler zieht von der Friesenschlacht 1514 an der Nordsee in die Colbitz-Letzlinger Heide und von dort zu Mia, die in der U-Bahn von Kiew zur Welt kam bis hin zu Yasser in Gaza, der mit traumatisierten Kindern tanzt. Die Lesung wird musikalisch begleitet mit einem vertonten Lied von Thea Iser, der Folkgruppe „Wacholder“ und dem palästinensischen Komponisten Mustafa al-Kurd.
Eintritt frei, Spenden freiwillig.
Einlass: 18:00 Uhr
machwerk (Breiter Weg 114a):