Freitag, September 17, 2021
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Von thermischen Solaranlagen bis Solarstrom

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Vor rund 25 Jahren schon haben sich die Mitarbeiter der Schünemann Heizung und Sanitär GmbH mit Solar- und Fotovoltaik beschäftigt. „Ich bin ja erst 2009 dazugekommen, aber da waren die Kollegen schon mittendrin, was die Montage der Anlagen und die Technologie angeht”, sagt Geschäftsführer René Schimke. Wie man mit Hilfe der Sonne Strom erzeugen kann hat alle fasziniert. Viel Aufklärung und Überzeugungsarbeit haben die Mitarbeiter leisten müssen, um die Vorteile aufzuzeigen. „Mit Fotovoltaik kann man einen großen Teil seines Stromes selbst herstellen und nutzen, das ist ein enormer Vorteil. Und es war schwer, die Leute zu überzeugen”, erinnert sich Schimke. Nachhaltigkeit und Klimaschutz waren damals noch nicht in aller Munde, heute sei das einfacher, weil die Themen viel präsenter seien in den Medien und in den Köpfen.

Die Einspeisevergütung ist in den vergangenen Jahren abgesenkt worden, so dass die Kunden heute ihren Strom vorrangig selbst nutzen. „Je mehr man von der Anlage selbst verbraucht, desto günstiger ist es”, sagt Schimke. Nach zwischenzeitlich gesunkener Nachfrage nach Fotovoltaik-Anlagen sind aktuell aufgrund der günstigeren Anschaffungen für Module und Batteriespeicher in Verbindung mit den gestiegenen Strompreisen Fotovoltaik-Anlagen wieder attraktiver. Ebenso sind E-Ladesäulen für die Kunden im Firmenportfolio dazugekommen. „Der Nachhaltigkeit bleiben wir treu”, so Schimke.

In Sachen Heizung erkennen viele der Schünemann-Kunden, dass eine Beheizung nur mit fossilen Brennstoffen nicht mehr die Zukunft ist und wünschen sich zum Beispiel Wärmepumpenheizungen, die mit Luft oder Erdwärme arbeiten. Großes Interesse gibt es auch an Brennstoffzellen-Technologie, die aktuell den Wasserstoff aus dem Erdgas reformiert. Schimke weiß: „Man verbrennt das Gas dabei nicht, es gibt eine chemische Reaktion, aus der Strom und Wärme hervorgehen.” Und der Markt entwickelt sich ständig weiter. Schimke weiß, dass Recherche und Weiterbildung heute das A und O sind. „Ohne geht es nicht, wir müssen uns ständig weiterentwickeln. Ein Beispiel sind Klimaanlagen. Früher konnte man diese ein- und ausschalten, die Temperatur regeln. Heute kann man diese Anlagen auch individuell per App steuern, die Effizienz ist gestiegen und sie haben neueste Kältemittel. Die neuen Kältemittel sind bedeutend umweltfreundlicher”, erklärt er.

Die Nachfrage nach moderner Technologie zieht sich durch alle Kooperationen des Unternehmens. Vom Häuslebauer bis hin zum gewerblichen Kunden können die Mitarbeiter die passende Lösung für jede Anfrage finden, damit der nachhaltige Einsatz von Energie und Ressourcen gelingt.

Das Berufsbild Handwerker, durch körperliche Arbeit dominiert, hat sich bedeutend erweitert. „Das Erstellen von Wasseranalysen und die Aufbereitung des Heizungswassers, elektrische Anschlussarbeiten von Heizungsanlagen und deren Regelungen, sowie Programmieren einzelner Komponenten und deren Protokollierung. Man muss ein halber Software-Experte sein, dafür wird durch moderne Montagetechniken die körperliche Arbeit erleichtert. Der Anteil der Vernetzung der einzelnen Komponenten und der damit verbundenen Überwachung der Betriebssicherheit der Anlagen hat stark zugenommen. Damit ist der Arbeitsalltag viel filigraner geworden”, erzählt René Schimke.

Dass sich in den vergangenen Jahren das Interesse für nachhaltiges Leben gesteigert hat, sieht Schimke durchaus. Auch im Unternehmen ist das wichtig: „Wir haben eine Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach, einen Batteriespeicher und ein mit Erdgas betriebenes Blockheizkraftwerk im Gebäude, sodass wir tatsächlich einen Großteil der benötigten Energie selbst erzeugen. Bei einem Stromausfall in der Umgebung sind wir dadurch kaum betroffen. Wir legen auch großen Wert auf Recycling, um die Umwelt nicht über Gebühr zu belasten.” Gern würde Schimke auf Fahrzeuge mit E-Mobilität umsteigen, doch die technischen Bedingungen sind einfach noch nicht gegeben. „Vermutlich werden wir erst einmal ein oder zwei Fahrzeuge auf Hybridfahrzeuge umstellen oder eventuell auf einen Wasserstoffantrieb setzen. Das ergibt für uns vielleicht einfach mehr Sinn”, stellt Schimke Überlegungen dazu an.
Das Magdeburger Ziel, bis 2035 klimaneutral zu sein, sieht er sportlich. „Wenn jeder daran arbeitet, ist das bestimmt nachhaltiger, dennoch muss eine drastische Effizienzerhöhung und Energieeinsparung in allen Bereichen erfolgen.”, ist er überzeugt. Die Entwicklung in Sachen nachhaltiger Energien, Technologien und Digitalisierung werde sich wohl weiter beschleunigen. Zwar sei es auch schwieriger geworden Auszubildende mit guter Vorbildung zu finden, bisher sei das aber immer gelungen, wohl auch, weil die Arbeit vielseitiger und interessanter geworden sei.
www.made-in-magdeburg.com/nachhaltigkeit

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