WOBAU: Entspannter Parken in der Beimssiedlung – neues Parkhaus

Neues Bauen für eine neue Zeit: Was vor knapp 100 Jahren bei der Grundsteinlegung für die Hermann-Beims-Siedlung im Westen Magdeburgs galt, gilt für die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg (WOBAU) auch heute. Das städtische Unternehmen bewirtschaftet in der Siedlung gut 90 Prozent der Mietshäuser und modernisiert diese seit Jahren sukzessive. Mit dem geplanten Bau eines Parkhauses mit 98 Mietergaragen packt die WOBAU – den Gründervätern gleich – nun ebenso drängende Probleme an. Und liefert zeitgemäße Lösungen für die Menschen, die bei „Beims“ zu Hause sind. Baustart soll noch im Herbst dieses Jahres sein.

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„Die Beimssiedlung entstand in den 1920er/30er Jahren in der sogenannten Magdeburger Moderne und wurde damals unter dem Oberbürgermeister Hermann Beims pragmatisch für die Bürger:innen unserer Stadt gebaut, um die Wohnungsnot zu lindern und modernen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, doch die Straßen waren damals weitgehend autofrei.“ Daran erinnerte Magdeburgs heutiger Bürgermeister und Beigeordneter für Finanzen und Vermögen Klaus Zimmermann, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der WOBAU ist, jüngst bei einem Vor-Ort-Termin am künftigen Standort des Parkhauses in der Badeleber Straße. Dort übergab er gemeinsam mit Geschäftsführer Peter Lackner nicht zufällig ein neues Elektrofahrzeug für die Flotte der ebenfalls in der Beimssiedlung ansässigen WOBAU-Geschäftsstelle Süd. „Heute würden Beims und seine Stadtplaner mit der gleichen Herangehensweise wie vor gut 100 Jahren die Mobilität berücksichtigen – und dass für die Fahrzeuge der Mieterinnen Stellflächen und Unterstellmöglichkeiten gebraucht werden“, sagte Zimmermann. Hinzu komme der steigende Anteil der Elektromobilität. Dafür würden praktikable Lademöglichkeiten in den Wohnquartieren benötigt und mit den neuen Mietergaragen künftig zur Verfügung gestellt. „Wir nutzen für den Bau ein freies Areal, das wir vor Jahren als Vorhaltefläche erworben hatten“, sagte WOBAU-Geschäftsführer Peter Lackner.

Mit dem Bau eines zweigeschossigen Parkhauses sind 98 abschließbare Garagen mit einer komfortablen Größe von jeweils 3,00 x 6,50 Metern vorgesehen. „Sie bieten somit auch die Möglichkeit, zusätzlich z. B. Fahrräder sicher abzustellen“, so Kerstin Willenius, Leiterin der WOBAU-Geschäftsstelle Süd. Im Parkhaus – auch Quartiersgarage genannt – würden zudem Ladepunkte für Elektromobilität vorgesehen, so dass auch der zunehmenden Forderung nach mehr Ladeinfrastruktur Rechnung getragen werde.

Die Planungen seien langwierig gewesen, machte Peter Lackner deutlich: „Es musste ein guter Kompromiss mit dem Denkmalschutz gefunden werden. Wir sind als WOBAU schließlich der Wirtschaftlichkeit verpflichtet und wollen die Nutzung vor allem für unsere Mieter*innen bezahlbar gestalten.“ Durch Form und Farbgebung soll sich die Quartiersgarage an die umliegende Bebauung anpassen und durch Details wie Gründach und geräumige Stellflächen ökologischen und modernen Ansprüchen gerecht werden.

Inzwischen liegt die Baugenehmigung vor. Bürgermeister Zimmermann sieht in dem Projekt keinen Widerspruch zum historischen Gedanken der Siedlung: „Ich bin der Meinung, man muss den Denkmalschutz herunterbrechen auf die heutige Zeit. Unter Berücksichtigung der Mobilität und des Klimawandels hätten die Architekten des ,Neuen Bauens‘ auch wieder pragmatisch und klug entworfen. Genau das macht die WOBAU heute. Die Entwicklung in Magdeburg kann für andere Siedlungen aus der Zeit des ,Neuen Bauens‘ auch in anderen Städten beispielgebend sein.“
Die Fertigstellung ist für Herbst 2022 geplant. Interessenten können sich in der Geschäftsstelle Süd telefonisch unter 0391 6104 640 oder per E-Mail an gs-sued@wobau-magdeburg.de für einen Garagenstellplatz vormerken lassen.