Wohnen und Pflegen: Einzug in Rekordzeit im Haus Salbke

Wenige Tage vor dem Einzug der ersten Bewohner herrscht im Haus Salbke noch rege Betriebsamkeit. Die Leiterin der inzwischen achten kommunalen Einrichtung in Trägerschaft der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH, Yvonne Reese, hat alle Hände voll zu tun. Das Telefon klingelt im Minutentakt, Interessenten kommen zur Besichtigung vorbei, hier und da müsste noch Schmutz von den Bauarbeiten beseitigt werden, die nächste Besprechung mit den Mitarbeitern steht an und die Bürotür der Einrichtungsleiterin klemmt, weshalb die Handwerker alles nochmal unter die Lupe nehmen. „Das sind die letzten Kleinigkeiten, die erledigt werden müssen“, sagt Yvonne Reese, die mit der Errichtung des Hauses Salbke eine neue Herausforderung gefunden hat.

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Zuletzt war sie als Pflegedienstleiterin in den Häusern Peter Zincke und Olvenstedt tätig. Nebenbei absolvierte sie eine Weiterbildung zur Heimleiterin, um mit der Eröffnung der Einrichtung in Salbke ihrer neuen Aufgabe gewachsen zu sein. „Seit 15. Juli bin ich jetzt hier und es ist eine spannende, interessante Aufgabe – überhaupt, wenn man von Beginn an dabei ist. Momentan sind wir noch dabei, die letzten Mängel zu beheben. Man entdeckt beim Saubermachen doch noch einiges.“ Doch bis die ersten Bewohner einziehen, sind auch diese Dinge erledigt. Nur der Rasen und die Pflanzen im Außenbereich müssen noch gedeihen.

Am 12. September 2020 ist es schließlich so weit. Die Bewohner und Mitarbeiter des Hauses Budenberg ziehen nach Salbke um, weil die Einrichtung in Buckau generalsaniert wird. „Gefrühstückt wurde noch im Haus Budenberg, bevor der Komplettumzug mit Unterstützung der Maltester innerhalb weniger Stunden realisiert wurde. Das Mittagessen konnte schon in der neuen Einrichtung stattfinden“, erzählt Yvonne Reese. Durch die Budenberg-Bewohner sind bereits 48 Plätze in Haus Salbke belegt, die verbleibenden 33 werden an neu aufgenommene Personen vergeben. Die insgesamt 81 Pflegeplätze sind aufgeteilt in 63 Einzelzimmer und 6 Doppelzimmer. Hinzu kommen drei Appartements für Ehepaare, denen neben dem großzügigen, barrierefreien Bad noch zwei Räume zur Verfügung stehen. „Wie sich das Ehepaar diese dann aufteilt, bleibt ihnen überlassen. Sie können auch teilweise eigene Möbel mitbringen. Lediglich die von uns gestellten Pflegebetten und der große Schrank müssen in den Zimmern verbleiben. Ansonsten können die Bewohner ihren Räumlichkeiten eine persönliche Note verleihen“, erklärt Yvonne Reese.

Im modern eingerichteten Restaurant hatten die Bewohner gleich die Gelegenheit, dem Team rund um Küchenleiter Sebastian Bartels bei der Arbeit zuzuschauen. Ein großes Fenster ermöglicht den Einblick in die neue Küche. Wenn sich einer der im Haus Salbke lebenden Menschen einmal nicht in der Lage sieht, zum Essen in den Speiseraum zu kommen, gibt es auf jeder der drei Wohnebenen die Möglichkeit, in einer kleineren Küche und dem angrenzenden Aufenthaltsraum die Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Die Wohnbereiche wurden übrigens in Anlehnung an den Stadtteil benannt. Im Erdgeschoss befindet sich das „Elbufer“, in der ersten Etage der „Turmpark“ und in der zweiten Etage der „Salbker See“. Ein Maler hat in jedem Geschoss farbige Akzente gesetzt und bekannte Motive aus der Stadt an der Wand verewigt, vom Dom samt Hubbrücke bis zum Salbker See. „Ich denke, wir sind sehr gut aufgestellt und können unseren Bewohnern etliches bieten. Im Außenbereich muss noch einiges passieren – ein Hochbeet mit Kräutern für die Küche wird beispielsweise aufgebaut“, schildert die Einrichtungsleiterin abschließend. (th)

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