WuP Magdeburg: Drei Engel für das Haus Heideweg

Der Bereich Pflege wird von Mitarbeiterinnen dominiert. Für die Arbeit, die sie täglich leisten, werden – stellvertretend für alle Pflegekräfte – drei Damen vorgestellt. Von Tina Heinz

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Ingolf Ulbrich, Einrichtungsleiter des Hauses Heideweg bei der Wohnen und Pflegen Magdeburg gGmbH, ist stolz auf seine Mitarbeiter – ob weiblich oder männlich. „Aber man kann an dieser Stelle ruhig die Damen in den Vordergrund rücken, denn der Pflegeberuf wird von Frauen dominiert“, erklärt er und fügt an: „Wir haben in unserer Einrichtung generationenübergreifend viele engagierte Mitarbeiterinnen.“ Eine der jüngeren Kräfte ist Eileen Künstler, die vor einem Jahr in die Fußstapfen der bis dato Dienstältesten getreten ist. Pflegedienstleiterin Helga Schwenke, die 45 Jahre im Unternehmen tätig war, hatte zum Jahresende 2019 den Staffelstab an die gebürtige Staßfurterin übergeben.

„In die Fußstapfen von Schwester Helga zu treten, war keine einfache Aufgabe“, erzählt Eileen Künstler, die kurz nach dem Dienstantritt als Pflegedienstleiterin nicht nur die neuen Aufgaben in einer neuen Umgebung zu meistern hatte, sondern sich auch mit den Herausforderungen rund um das Coronavirus konfrontiert sah. „Schwester Helga war bei allen beliebt, kannte das Haus in- und auswendig und hatte über die vielen Jahre einen so großen Erfahrungsschatz gesammelt“, schildert die Pflegedienstleiterin anerkennend, „aber es war mir wichtig, meine eigenen Fußstapfen zu formen.“
Wie viele im Unternehmen hat auch Eileen Künstler ihre Laufbahn als Auszubildende begonnen – im Haus Lerchenwuhne. „Nach der Ausbildung war ich eine Weile im Haus Olvenstedt und dann für zehn Jahre erneut im Haus Lerchenwuhne.“ Mit der Ambition, den Nachwuchspflegekräften die Unterstützung zuteilwerden zu lassen, die sie auch erfahren hatte, absolvierte die 33-Jährige die Zusatzqualifikation zur Praxisanleiterin. „Auf die Weise konnte ich Ansprechpartner für die Azubis sein, nicht nur in beruflicher, sondern auch in privater Hinsicht. Denn man braucht während der Ausbildung eine Vertrauensperson. Zudem kann man sich so qualifizierten Nachwuchs heranziehen“, schildert Eileen Künstler.

Neben dem beruflichen Alltag absolvierte die Pflegefachkraft noch weitere Fortbildungen: zur Wohnbereichsleiterin und zur Pflegedienstleiterin. „Die beiden Zusatzqualifikationen ähneln sich, als angehende Pflegedienstleiterin muss man einige Spezialkenntnisse noch vertiefen – wie Psychologie, Betriebswirtschaft, Rechtskunde und Marketing“, zählt die 33-Jährige auf. Nachdem sie einige Jahre als Wohnbereichsleiterin im Haus Lerchenwuhne tätig war, wagte sie den Schritt und bewarb sich als Pflegedienstleiterin im Haus Heideweg. „Natürlich habe ich mir das gut überlegt und auch hinterfragt, ob das eine Aufgabe ist, die ich bewältigen kann“, sagt Eileen Künstler und Einrichtungsleiter Ingolf Ulbrich pflichtet anerkennend bei: „Sie hat sich – trotz Corona – sehr gut eingearbeitet und bringt ihre eigenen Vorstellungen mit ein.“

„Eine der Herausforderungen in der Anfangsphase war, sich die Namen und Gesichter von 100 Mitarbeitern und 160 Bewohnern zu merken“, erzählt Eileen Künstler und lächelt. Das Problem haben Marion Lierath und Ariane Stahl inzwischen nicht mehr. Die beiden gehören zu den Dienstältesten im Haus Heideweg und arbeiten – mit kurzer Unterbrechung – seit den 1990er Jahren zusammen. „Ich war von Anfang an beeindruckt von Arianes empathischem Wesen, von ihrer Art, Dinge anzupacken und zu erkennen, wo die Stärken und Schwächen ihrer Mitarbeiter liegen“, schildert Wohnbereichsleiterin Marion Lierath. Und Ariane Stahl, stellvertretende Pflegedienstleiterin, erzählt: „Als wir uns kennenlernten, war Marion bereits eine gestandene Pflegefachkraft. Doch ihr Interesse an allem Fachlichen ging weit über diese Stellenbeschreibung hinaus.“ Wie Ariane Stahl absolvierte auch Marion Lierath mehrere Zusatzqualifikationen. „Ich finde, dies zeigt deutlich, dass bei Wohnen und Pflegen starke Frauen arbeiten“, so die stellvertretende Pflegedienstleiterin.

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