Mittwoch, Dezember 8, 2021
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ZEITREISE Breiter Weg 132

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Auf Magdeburgs Breiten Weg öffneten im Mittelalter zahlreiche Brauhäuser ihre Pforten, um Reisenden Speisen und Getränke anzubieten, aber auch um den Elbestädtern nach getanem Tageswerk ein wenig Labsal zu gönnen. Auf dem Breiten Weg 132 war das Brauhaus „Zum langen Hals“ angesiedelt. Der Hausstein befand sich zwischen 1. und 2. Obergeschoss. 1631 war Gorries Pilz Besitzer des damaligen Gasthofs. Hier hatte am 10. Mai 1631 der Prediger Christoph Thodänus die Geschehnisse mit den plündernden Soldaten beobachtet, die er in seinem Bericht über den Dreißigjährigen Krieg genau schilderte. Später war der Münzmeister Peter Schrader Besitzer. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer der begehrten Immobilie. Am 23. und 24. Januar 1850 vernichtete eine Feuersbrunst sechs große Vorderhäuser und 12 Hinterhäuser zwischen Schrotdorfer und Drei-Engel-Straße, darunter auch das Gebäude Breiter Weg 132. Brandursache war das Platzen eines mit Sprit gefüllten Gefäßes in der Likörniederlage von Meyer & Co. 1890 erfolgte ein Ladenumbau im Erdgeschoß, 1912/13 ein weiterer Umbau, 1937/38 eine neue Fassadengestaltung. In der Bombennacht des Zweiten Weltkrieges am 16. Januar 1945 wurde das Vorderhaus vollständig zerstört. Teile der Seitengebäude blieben erhalten.

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