Montag, November 28, 2022

Zeitreise: Breiter Weg 133

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Erstmals erwähnt im Jahr 1207 wandelte sich der Breite Weg im Laufe der Zeiten – Brände, Kriege und neue Verkehrsströme hinterließen im Laufe der Jahrhunderte Spuren in der „Vorzeige-Straße“. Auf mehr als zwei Kilometern Länge galt der Breite Weg bis zur Zerstörung 1945 als eine der schönsten Barockstraßen Deutschlands. Zu einem der prunkvollen Bauwerke mit aufwändig gestalteter Fassade gehörte auch das Gebäude auf dem Grundstück Breiter Weg 133. Das auch als Haus „Zur goldenen Lilie” bezeichnete Quartier hat seinen Ursprung weit vor der Zerstörung Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg. Das Eckhaus zur damaligen Dreiengelstraße wechselte im Laufe der Jahrhunderte öfters den Besitzer. Ein Großfeuer am 23. und 24. Januar 1850 zerstörte das Haus und viele angrenzende Gebäude. Bereits im selben Jahr begann der Wiederaufbau. 1889 erfolgten erneut Umbauten des fünfeinhalbgeschossigen Hauses mit dem auffälligen Erker und den Rundbögen.1938 wurde auf dem Dach eine Sirene montiert. Die Bombennacht im Zweiten Weltkrieg am 16. Januar 1945 überstand das Gebäude nicht. Die Ruine ragte noch bis in die 1950er Jahre in den Magdeburger Himmel und kündigte vom einstigen Glanz des Breiten Weges.

Bildquelle: Stadtarchiv Magdeburg
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