Zeitreise Breiter Weg 151

Wie fast alle Gebäude der einstigen Magdeburger Hauptstraße, fiel auch der Breite Weg 151 – seit etwa 1890 wegen der roten Sandsteinfassade „Zum roten Schloß” genannt – den Flammen bei der Erstürmung Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg 1631 zum Opfer. Das Haus, das zuvor einem Johann Ludwig gehörte, wurde 1651 wiedererrichtet. 1862 erfolgte ein Ausbau der Dachetage des alten Hauses, das vor 1889 wegen der Straßenverbreiterung der Großen Münzstraße abgerissen wurde. 1889 ließ die Magdeburger Bau- und Creditbank den viergeschossigen Warenhausneubau im historisierenden Stil errichten. Seit diesem Jahr befand sich hier auch das Konfektionsgeschäft Groß, das sich später auf Damenmoden spezialisierte und auch Mäntelhaus „Rotes Schloß” genannt wurde. Anfang des 20. Jahrhunderts befand sich hier ein weiteres jüdisches Textilgeschäft, der Herrenausstatter Hermanns & Froitzheim. Seit spätestens 1914 befand sich Breiter Weg 151 im Besitz des Kaufmanns Otto Klavehn – wie Breiter Weg 148. 1932 erfolgte die wirtschaftliche Vereinigung mit den Gebäuden Breiter Weg 148-150.