Dienstag, Juli 5, 2022
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Zeitreise: Breiter Weg 198

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Den ersten Immobilienerwerb für das Haus auf dem Grundstück Breiter Weg 198 verzeichnen die Bauakten für das Jahr 1556. In diesem Jahr kaufte Joachim von Alvensleben-Erxleben das Gebäude, das der Gerichtsbarkeit des Domkapitels unterstand. Zerstört beim Stadtbrand im Dreißigjährigen Krieg 1631 begann eine neue Bebauung erst 50 Jahre später. Um 1685 errichtete der „fürstl. holst. Sekretär H. Knoche” ein Gebäude. Der dreigeschossige Putzbau mit seiner figurbesetzten Attika und Mansarddach ist ein Beispiel für die Einflüsse des Rokokos auf die Magdeburger Architektur und zählte zu seiner Zeit als eines der schönsten Gebäude der Stadt. 1859 erfolgte die Restaurierung des Hauses mit teilweisem Neubau. 1880, 1888/89, 1903 und 1913 baute man die Geschäftsräume im Erdgeschoss um. An der Balustrade und den Figuren nagte schon vor dem Zweiten Weltkrieg der Zahn der Zeit. Eine Sprengbombe im Jahr 1944 besiegelte das Aus für das Gebäude, das 1945 bei einem weiteren Bombenangriff ausbrannte. Die Fassade wurde im August 1946 abgetragen. Im Rahmen der Neugestaltung der Leiterstraße (Grundsteinlegung 1977) entstand ein Kabarettgebäude für die „Kugelblitze”, die bis dahin in einem Zelt im ehemaligen Kristallpalast spielten. Doch das Gastspiel auf dem Breiten Weg währte nur kurz: Das Haus musste einem Neubau für ein Bankgebäude nach der Wende weichen. Bildquelle: Stadtarchiv Magdeburg / pv

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