Dienstag, Juli 5, 2022
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Vor 1631 gehörte das Grundstück samt dem darauf befindlichen Gebäude, das der Gerichtsbarkeit des Domkapitels unterstand, als Lehen einem Philipp Hahn, Sohn des Dompredigers Dr. Philipp Hahn (1596-1616). Im Jahr der Zerstörung Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg bewohnten das Haus zehn Personen. Nach dem Stadtbrand errichteten die verbliebenen Einwohner auf dem Grundstück zwei kleine Häuser. Das eine war der Witwe Philipp Hahns auf Lebenszeit verschrieben, das andere Haus gehörte einem Konrad Fischer, Stiftsherr am Dom. 1673 überließ das Domkapitel die wieder als wüst bezeichnete Stätte dem Koch Christoph Schulze aus der Altstadt auf 70 Jahre mit der Bedingung, das Grundstück zu bebauen und nach Ablauf der Zeit es kostenlos dem Domkapitel zurückzugeben. 1702 war der Pächter des Domherrnkellers, Wilhelm Brandt, Inhaber des Anwesens. Mehrere Käufer und Besitzer folgten im Laufe der Jahrhunderte. Seit 1872 gehörte das Haus einer Witwe von Rieben, die noch 1825 genannt wurde, anschließend den Rieben’schen Erben, die noch 1950 als Eigentümer in den Akten zu finden sind. Das Wappen der Familie Rieben, ein springender Fisch, war über der Eingangstür angebracht. Das zweigeschossige Wohn- und Geschäftshaus mit dem eingeschossigen Zwerchhaus wurde zwischen 1952 und 1972 abgerissen.

Bildquelle: Stadtarchiv Magdeburg

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