Mittwoch, August 10, 2022
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Zeitreise Breiter Weg 203-206

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Auf den Grundstücken Breiter Weg 203 bis 206 des Gebäudes des ehemaligen Hauptpostamtes befanden sich bis zu dem Neubau mehrere Gebäude. 1839 bezog das Oberpostamt das auf den Grundstücken Breiter Weg 204 und 205 neuerrichtete dreigeschossige Gebäude. In den Jahren 1895 bis 1899 mussten die alten Gebäude für den Neubau des Verwaltungsgebäudes der Hauptpost weichen. Die Stätte Nummer 204, Manndarlehen des Domprobstes, unterstand der Gerichtsbarkeit des Domkapitels und wurde schon 1225 als Besitz der Domprobstei erwähnt. Im Breiten Weg 205 befand sich einst die Domherrenkurie und unterstand ebenfalls der Gerichtsbarkeit des Domkapitels. Nach der Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg lag die Kurie bis 1687 wüst. Im Keller wohnte ein Bettelvogt, in einer Hütte ein Bauknecht. Nach mehreren Besitzern und Bauherren erwarb die Post das Haus und errichtete hier1812 das königliche Postamt. Das Haus 206 gehörte 1631 dem Domprediger Reinhard Bake, Erster Domprediger (1617 bis 1631 und 1640 bis 1647) am Magdeburger Dom. 1893 fiel der Prachtbau dem Postneubau zum Opfer. Kopien vom Erker und Giebel wurden auf der Ostseite des Postamtes an der Prälatenstraße, heute Max-Josef-Metzger-Straße angebracht. Der Neue Gebäudekomplex der Hauptpost wurde im historisierenden Stil errichtet. Am viergeschossigen Hauptgebäude zum Breiten Weg überwiegt die spätgotische-niederländische Formensprache. Drei Risalite gliedern die 94 Meter lange Fassade. Über dem Hauptportal stehen die Figuren von Otto dem Großen und seiner ersten Frau Editha.

Bildquelle: Stadtarchiv Magdeburg / pv

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