Zeitreise Magdeburg: Breiter Weg 169

Um sich nicht umständlich die Hausnummern merken zu müssen, bekamen viele der markanten Gebäude auf dem historischen Breiten Weg von den Einwohnern der Elbestadt Namen verpasst. „Die goldene Kugel”, „Goldene Gans” „Haus zu den drei Krebsen”, „Zum Regenbogen” oder „Zum braunen Hirsch”: Der Erfindungsreichtum bei der Namensvergabe hatte doch meist einen historischen Hintergrund. Auch beim Haus Breiter Weg 169, das im Volksmund den Beinamen „Zur schönen Ecke” erhielt. Hier war allerdings der Namenspatron die Schöneeckstraße, auf dem eine Seite des Gebäudes stand. Wie alle Häuser auf dem Breiten Weg wechselten im Laufe der Jahrhunderte die Besitzer, wobei der Marktwert stetig anstieg. 1881 erfolgte der Umbau des dreigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses, das sich beim heutigen Ulrichshaus, Höhe Goldschmiedebrücke befand. 1911 gab es weitere Umbauten und 1922 eine Aufstockung um zwei Etagen und die Neugestaltung der Fassade. Zerstört wurde das Haus wie die gesamte Innenstadt im Zweiten Weltkrieg durch Bombentreffer.