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Kabarett zwischen Traumschiff und Titanic

Birgit Ahlert

„Mit Volldampf ins Aus“ manövrieren (v. l.) Oliver Vogt, Marion Bach, Christoph Deckbar, Alexander Pluquett, Heike Ronniger. Foto: B. Ahlert

„Mit Volldampf ins Aus“ heißt das neue Programm der Magdeburger Zwickmühle. Es wird ein maritimes Programm, erklärt Kabarett-Chef Hans-Günther Pölitz. Das Duo Marion Bach und Heike Ronniger lädt zu einer kabarettistischen Kreuzfahrt auf der MD „Cassandra“ ein. An Bord treffen sich „viele Typen, die sich mit Problemen auseinandersetzen, mit der wir es heute alle zu tun haben“. Es geht um Werte, Bildung, Digitalisierung, Gendern, bis hin zu Depression, mit Blick auf die Vielzahl von Suiziden. „Das satirisch zu verarbeiten, ist anspruchsvoll“, weiß Regisseur Alexander Pluquett und verspricht, „wir nehmen die Themen anders auf“. Und für den Fall der Fälle gibt es Bordentertainer, die immer wieder für gute Stimmung sorgen, verrät Marion Bach. So wird es wohl eine Mischung aus „Traumschiff“ und „Titanic“, und zwischendurch glaubt die Chefstewardess, sie hätte auf einem Panzerkreuzer angeheuert …

 
Es wird das Magdeburg-Debüt von Alexander Pluquett, der nicht nur Regie führt, sondern auch das Buch geschrieben hat. Die Erstfassung hatte er für die Vorpommersche Landesbühne vorbereitet. Doch nach zwei Vorstellungen kam Corona und verwies die Inszenierung in die Quarantäne, wo es verschwand. Bis es Hans-Günther Pölitz in die Hände bekam und samt Verfasser nach Magdeburg holte. Die Texte wurden aktualisiert und umgeschrieben, rund zur Hälfte erneuert, erklärt Alexander Pluquett. Auch die Bühnenpräsentation wird anders sein: Von vier Personen am Theater wurde auf drei reduziert. Moment, drei Personen im Zwei-Frauen-Programm? Genau, denn die Pianisten wechseln die Seiten: Oliver Vogt und Chris­toph Deckbar, die in vorherigen Programmen neben ihrem Klavierspiel zwar einige Sätze zu sagen hatten, bekommen nun „ganzwertige“ Rollen! Das ist eine große Umstellung, verraten sie und stellen sich dieser Herausforderung. Was sich nicht geändert hat: Beide Herren sind nicht gleichzeitig zu erleben, sondern wechseln sich an den Vorstellungstagen ab.

 
Alexander Pluquett kombiniert in diesem Programm die besten Erfahrungen seiner Karriere – vom Theater ebenso wie den Kabaretts Herkuleskeule (Dresden) und Stachelschweine (Berlin). So werden die Kabarettistinnen in Conférencen ebenso zu erleben sein wie in Figuren, Szenen, Parodien. In zahlreichen Rollen, nur als eines nicht: „In diesem Stück sind wir nicht wir selbst“, sagt Marion Bach doppeldeutig mit einem Augenzwinkern.

 
Ob es sich schließlich um kabarettistisches Theater oder theatrales Kabarett handelt, „ist egal, Hauptsache es wird gut“, sagt Kabarett-Chef Hans-Günther Pölitz und ist davon überzeugt, dass es gut wird. Mindestens.


„Mit Volldampf ins Aus“: Buch und Regie: Alexander Pluquett, mit Textbeiträgen von Klaus-Peter Grap, Linus Höke, Philipp Schaller, Musik Stefan Klucke aka Kabarett „Schwarze Grütze“, Premiere: 29. März, 20 Uhr, Magdeburger Zwickmühle.

Seite 21, Kompakt Zeitung Nr. 229

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