Festival Endstation: Einheit

Vom 7. bis 23. August im Kulturrevier Harz / Waldbühne Benneckenstein

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Das THEATERNATUR – Festival der darstellenden Künste des Kulturrevier Harz e. V. kann zum Glück auch in diesem Jahr stattfinden. Auf der malerischen Waldbühne in Benneckenstein dreht sich in dieser Saison alles um das Motto
„Endstation: Einheit!“.

„Unsere Endstation:Einheit! ist solidarisch, bunt, vielfältig und vereinigt Künstler/-innen verschiedenster Sparten in einem breitgefächerten Programm. Zwei Eigenproduktionen und 16 Gastspiele aus der gesamten Republik erzählen von Fallstricken des Miteinanders, ebenso wie vom Glück der Gemeinschaft“, betont Festivalleiter Janek Liebetruth. „Neben den Vorstellungen auf der Waldbühne erwartet Sie in diesem Jahr auch ein ganz besonderes neues Programm: Die FREI|LUFT|KULTUR bespielt bei freiem Eintritt den städtischen Raum in der Region Oberharz.“

Das Kulturfestival findet bereits zum sechsten Mal statt. 2019/2020 wurden als gemeinsames Projekt initiiert. Waren in der erste Phase im vorigen Jahr unter dem Titel GRENZEN: LOS! noch die Unterschiede west- und ostdeutscher Lebensweisen Gegenstand der kreativen Untersuchung, werden 2020 die vereinenden Aspekte im Mittelpunkt des Interesses stehen. Trennung und Zusammenkunft, Klischee und Erfahrungswert, Vorurteil und Neuentdeckung – 30 Jahre nach der Wiedervereinigung ist es an der Zeit aufzuräumen, aufzuarbeiten und den letzten Schritt der Annäherung zu vollziehen. Solidarität, Hoffnung und Optimismus sind gerade jetzt, vor dem Hintergrund der Corona-Krise, wichtige Faktoren. Auch das wird das diesjährige THEATERNATUR 2020 bestimmen. Daher steht nun nicht mehr wie bisher ein Fragezeichen hinter dem Motto, sondern ein Ausrufezeichen.

Mehr als 30 Einzelveranstaltungen stehen in diesem Sommer vom 7. bis zum 23. August auf dem 17-tägigen Programm. Bereits traditionell wird auch das diesjährige Festival wieder von zwei Eigenproduktionen getragen. Die erste Produktion ist „Es ist noch nicht so weit”. Das von Soren Hornung geschriebene Stück wird unter der Regie von Janek Liebetruth am Freitag, 7. August, auf der Waldbühne Benneckenstein uraufgeführt. Die Handlung dreht sich um den Ost-Sandmann als geschätztes Überbleibsel der DDR-Zeit und um sein Ebenbild aus der Bundesrepublik, das mit der Wende verschwunden ist. Beide treffen als alte Männer aufeinander. Inhaltlich geht es um die vielen Probleme, die beide miteinander haben und die Wut, die vielleicht auch in bestimmten Situationen nach wie vor vorhanden ist.

Als zweite Eigenproduktion wird das Tanzstück „UN|EINS“ aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein dreiteiliges Ballett von Xenia Wiest, Ester Ambrosino und Yotam Peled. Es wird am Abschluss-Wochenende des Festivals zu sehen sein. Zu den Gastspielen gehören unter anderem „Da, wo alle gleich sind, gibt es keinen“ (Demian Duran, München), „Danke Merkel“ (Junges Ensemble Theater der Keller, Köln) und „Loli Jackson und der Sinn von allem“ (Rumpel-Pumpel-Theater, Bochum).
Eine besondere Aktion ist die Video-Audio-Installation „Haerzarchiv: Mein Jahr danach“. Dabei erzählen Bürger ihre Erlebnisse während und nach der „Wende“. Die aufgenommenen Videos sind an mehreren Standorten im Oberharz zu sehen.

Das Projekt THEATERNATUR wurde 2015 gestartet und hat sich seitdem im Dreiländereck Sachsen-Anhalt, Thüringen und Niedersachsen fest in der Kunst- und Kulturlandschaft etabliert. Janek Liebetruth verspricht eine spannende Spielzeit. Trotz Corona. Auf der Waldbühne in Benneckenstein, wo 400 Sitzplätzen zur Verfügung stehen, wird das Publikum unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen begrüßt.
Detaillierte Programminformationen im Internet unter theaternatur.de

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