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Auf den Spuren eines Wegbereiters

Quedlinburg feiert 300 Jahre Klopstock

Das Geburtshaus von Friedrich Gottfried Klopstock in Quedlinburg beherbergt heute ein Museum.
Foto: DJD/www.quedlinburg.de

Rund 2.000 prächtige Fachwerkhäuser aus acht Jahrhunderten sowie 14 Kirchen und Kapellen sind der architektonische Schatz der Welterbestadt Quedlinburg. Neben der Blasiikirche, die 2024 ihr 30-jähriges Jubiläum als Kulturkirche feiert, befindet sich in diesem Jahr ein weiteres historisches Gebäude im Feiermodus. Im Haus am Schlossberg 12 wurde vor 300 Jahren Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803) geboren. Heute beherbergt das um 1560 erbaute Fachwerkhaus ein Museum, das lebendige Einblicke in Leben und Werk eines der bedeutendsten deutschen Dichter bietet. Im Jubiläumsjahr und speziell in der Festwoche vom 2. bis 7. Juli 2024 finden im Klopstockhaus und an anderen Orten in der Stadt Lesungen, Konzerte, Schreibwerkstätten und Sonderführungen statt.


Klopstocks Bedeutung in der deutschen Literaturgeschichte liegt darin begründet, dass er in seinem epischen Werk „Der Messias“ und seiner Lyrik die poetische Sprache und Verskunst erweiterte und damit der Sturm-und-Drang-Epoche den Weg bereitete. Er gilt als Begründer der Empfindsamkeit und beeinflusste auch das Schaffen von Johann Wolfgang von Goethe. Bereits im Frühling (6. und 20. April 2024) können Interessierte im Klopstockhaus bei einer Schreibwerkstatt im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings selbst zum Stift greifen. Wer das Literaturmuseum besucht, kann außerdem zwei weitere Quedlinburger Persönlichkeiten des 18. Jahrhunderts kennenlernen: Dorothea Christiana Erxleben (1715–1762), die erste deutsche Ärztin, und Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759–1839), Pädagoge und Mitbegründer des Schulturnens. Museum und Tourist Information bieten im Jubiläumsjahr mit einer Gedenkmedaille und einem eigens für Klopstock kreierten Wein zudem zwei besondere Mitbringsel. Unter www.quedlinburg-info.de gibt es weitere Informationen und alle aktuellen Termine.


In Quedlinburg finden sich noch weitere Spuren des großen deutschen Dichters – etwa das kleine Fachwerkhaus im Garten der Lyonel-Feininger-Galerie, das von Klopstock als Gartenhaus genutzt und in seinem Gedicht „Aus der Vorzeit“ in Versen verewigt wurde, oder das 1831 errichtete Denkmal im Brühlpark mit einem Postament von Karl Friedrich Schinkel und der Büste von Christian Friedrich Tieck. Aber auch außerhalb des sachsen-anhaltinischen Fachwerkjuwels am nordöstlichen Rand des Harzes können kulturell interessierte Aktivurlauber zahlreiche Entdeckungen machen. An Orten wie der Klopstock-Quelle in Aspenstedt, die der Dichter 1750 zusammen mit seinem Freund Johann Wilhelm Ludwig Gleim besucht hatte, gibt es von April bis Oktober auch einen Sonderstempel der Harzer Wandernadel. (DJD)

Seite 22, Kompakt Zeitung Nr. 251, 6. März 2024

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