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Mehr als Veranstaltungen:
Festung Mark als Ort der Kommunikation

Die Festung Mark ist fester Bestandteil der Kulturszene der Landeshauptstadt. Es finden Veranstaltungen unterschiedlichster Couleur statt. Birgit Ahlert unterhielt sich darüber mit Geschäftsführer Christian Szibor.

Christian Szibor, Geschäftsführer der Festung Mark
Foto: Peter Gercke

Zunächst: Wie schauen Sie auf das vergangene Jahr zurück?

Es war ein extrem anstrengendes Jahr, in vielerlei Hinsicht. Es ist noch nicht wieder so wie vor Corona, mehr ein auf und ab. Manche Veranstaltungen sind sehr gut gelaufen, andere zeigten sich in der Resonanz überraschend schwierig. Darunter einige, die in den Vorjahren Selbstläufer waren.

 

Was sehen Sie als Ursachen dafür?

Schwer zu sagen. Wir sind gerade dabei, das Jahr auszuwerten und zu analysieren. Das ist ja auch wichtig für die neuen Planungen.

Die Auswirkungen der Coronakrise beeinflussen das Leben länger als gedacht. Es ist danach nicht einfach wieder so wie vorher. Das wirkt sich auf alle Bereiche der Gesellschaft aus. Hinzu kommt das weltweite Geschehen mit Kriegen und Katastrophen. Wenn schlimme Dinge passieren, geht das nicht spurlos vorbei und lässt sich nicht einfach abschütteln. Andererseits finden wir es gerade jetzt wichtig, unseren Besuchern die schönen Seiten des Lebens zu zeigen. Wie das funktionieren kann, zeigten Veranstaltungen wie die Candlelight-Konzerte, die alle ausverkauft waren, oder die Kaffee-Musik-Nachmittage für Senioren, womit wir unsere Angebote generationsübergreifend erweitert haben. Das kam sehr gut an.

 

Womit möchten Sie die Besucher 2024 erfreuen?

Womit wir in den letzten Jahren begonnen haben, wollen wir stabilisieren beziehungsweise mit neuer Energie angehen. So wird es nach Corona-bedingter Pause im Februar wieder die „Festung kunterbunt“ geben, bei der Kinder die Festung erobern. Dann starten wir in die Frühlingssaison mit dem traditionellen Dreiklang: Irish Folk Festival, Frühlingsmarkt und Osterfeuer. „Magdeburg tanzt“ folgt am 30. April, unser „Tanz in den Mai“ in modernisierter Art. Das haben wir im vorigen Jahr erstmals angeboten und es fand großen Anklang. Das Kultur Picknick im Sommer wollen wir weiterentwickeln und mit „Luises Garten“ verknüpfen. Also Freiluft-Kultur in verschiedenen Räumen, nicht nur auf der Wiese, sondern direkt auch auf dem Fes-tungsgelände bieten. Dann wird es eine Reihe großer Konzerte geben. Wir freuen uns, dass Bands wie InExtremo, Saltatio Mortes und Mono Inc. wieder bei uns im Innenhof zu erleben sein werden. Wir wollen nicht nur (Mittelalter)Rock bieten, sondern die Vielfalt der Kultur abbilden, bis zur Klassik. Einiges davon ist natürlich beim Kultur Picknick zu finden. Was darüber hinaus möglich ist, befindet sich gerade in der Planung.

 

Was  verbirgt sich hinter dem Titel „Metamorphosis – Luises Garten meets Stübchen“?

Das ist das Projekt unserer jungen Leute, Azubis und FSJlerin, im neuen „Garten“, im grünen Hof. Es gibt Veranstaltungen mit freiem Eintritt, Musik von DJs und kleinem Vintage-Markt. Im Winter findet das nicht draußen, sondern im Stübchen statt. Jetzt treffen sich dort alle Altersgruppen. 

 

Gibt es die Freie Bühne mit Session weiterhin?

Donnerstag ist Stübchentag, mit freiem Eintritt und verschiedenen Angeboten. Einmal im Monat die Freie Bühne mit Session. Aber wir erarbeiten mit unseren jungen Mitarbeitern ein erweitertes Konzept, sodass der Raum auch als Treffpunkt, ähnlich einer Kneipe, genutzt werden kann. Wir haben dort Kickertische und Dartscheiben. Wir möchten Gäste auch unabhängig von Veranstaltungen einladen, den Raum als kommunikativen Ort zu nutzen. 

Seite 11, Kompakt Zeitung Nr. 247, 10. Januar 2024