Sonntag, Juli 3, 2022
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Film verrückt: Tipps von Lars Johansen

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In dieser Rubrik möchte ich Filme oder Serien empfehlen, die Sie im Kino oder auf dem Bildschirm zu Hause einmal anschauen sollten. Dabei möchte ich Ihren Blick auf eher Ungewöhnliches lenken. Frisch und digital überarbeitet ist jetzt „Der Kaiser von Kalifornien“ von Luis Trenker erschienen. 1935/36 mit Guerillataktik (nicht nur) an Originalschauplätzen gedreht, hat dieser frühe deutsche Western atemberaubende Bilder zu bieten und eine wirklich dramatische Handlung, die auch kein klassisches Happy End vorzuweisen hat. Früher war der Trenker für mich ein alter Zausel, den ich nur aus dem Fernsehen kannte, aber dass er so ein guter Regisseur und Hauptdarsteller sein könnte, das hätte ich nicht erwartet. Es geht um die frei erzählte Lebensgeschichte von Johann August Suter, der tatsächlich gelebt und Kalifornien mit aufgebaut hat. Als der Goldgräberboom beginnt, verliert er alles. Aber er prozessiert erfolgreich um seine Rechte.

„Das Haus im Nebel“ (1972) ist eine spanischitalienische Produktion, die ein wenig an die deutschen Wallace-Filme aus den 60ern erinnert. Ein paar Menschen verirren sich mit ihren Autos und einem Motorrad im Nebel und landen in einem düsteren Haus, in dem es zu spuken scheint. Der Film an sich ist ein feiner kleiner Mystery-Thriller, der eine hübsche Atmosphäre aufbaut und mit dem überschaubaren Schauplatz einiges anzufangen weiß. Der unheimliche Friedhof mit wandelnden Leichen liegt nicht weit weg, ein geisterhafter alter Rolls Royce und Geheimgänge sorgen für ständige Irritationen. Der Film, in Deutschland bisher nur auf Video erschienen, überzeugt, aber leider ist die DVD nicht wirklich überzeugend geworden. Das Bild wirkt verwaschen und zum Originalton gibt es keine Untertitel. Immerhin ist so ein kleiner Genreklassiker zugänglich geworden.

Ins Kino kann man immer gehen, aber anlässlich des Frauentags lädt der Moritzhof vorab am 7. März zu einer Filmpreview, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte. In „Jean Seberg“ geht es um die gleichnamige Schauspielerin, die (auch) durch Godards „Außer Atem“ weltberühmt wurde, aber aufgrund ihres politischen Eigensinns immer wieder vom FBI und den amerikanischen Geheimdiensten angefeindet und verfolgt wurde. Eine starke Frau in einer gelungenen Verfilmung einer interessanten Biografie | Lars Johansen

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